ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:24 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Energie gewinnt trotz Schreckmoment

Energie gewinnt in Babelsberg FOTO:
Babelsberg. Energie Cottbus hat das Derby beim SV Babelsberg gewonnen. Die Lausitzer setzten sich am Sonntag mit 1:0 (1:0) durch. Wermutstropfen: Der Cottbuser Block musste leer bleiben. Und es gab einen verletzungsbedingten Schreckmoment. Von Jan Lehmann und Frank Noack

So fiel das Tor: Beim 1:0 nutzte Marcelo einen Fehler in der Babelsberger Hintermannschaft. Er tauchte allein vor Keeper Marvin Gladrow auf und überwand den Ex-Cotbuser mit einem Kopfball-Lupfer zum Tor des Tages.

So ging Energie ins Spiel: Bestbesetzung! Bis auf den angeschlagenen Tim Kruse schickte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz die vermeintlich beste Elf aufs Feld. Dabei hätte man erwarten können, dass er mit Blick auf das Pokalfinale gegen diesen Gegner etwas taktieren würde. Aber stattdessen wollte Wollitz in diesem prestigeträchtigen Derby keine Experimente machen. Nicht dabei waren die langzeitverletzten Björn Ziegenbein, Fabian Graudenz und Benjamin Förster.

Marcelo (l.) sorgte für das Cottbuser 1:0 in Babelsberg.
Marcelo (l.) sorgte für das Cottbuser 1:0 in Babelsberg. FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch / Matthias Koch

So verlief die Partie: Nach einer wilden Anfangsphase, in der Babelsberg die Cottbuser mit Härte und Aggressivität beindrucken wollte, spielte Energie das Führungstor in die Karten. Nach Marcelos Treffer zum 1:0 (18.) hatten die Lausitzer das Spiel im Griff. Als dann auch noch Babelsberg-Keeper Marvin Gladrow mit Rot (29.) vom Platz musste, wurden die Kraftverhältnisse noch deutlicher. Der Ex-Cottbuser hatte den durchgelaufenen Kevin Weidlich nur noch mit einer Notbremse stoppen können. Bitter für Gladrow, der von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz freundschaftlich abgeklatscht wurde, dass er so für den Fehler seiner Vorderleute büßen musste.

Energie hatte die Partie im Karl-Liebknecht-Stadion danach im Griff. Der Gästeblock blieb nach den Ausschreitungen in der Vorsaison leer. Stattdessen hing dort eine großes Banner mit der Aufschrift „Nazis raus aus den Stadien.“ Der FCE musste den Babelsbergern 7000 Euro Ausgleich für den leeren Block zahlen, zudem hat der SVB dem Vernehmen nach von den Sponsoren des Banners insgesamt weitere 7000 Euro eingesammelt.

Der Energie-Fanblock musste diesmal leer bleiben.
Der Energie-Fanblock musste diesmal leer bleiben. FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch / Matthias Koch

Direkt nach der Pause hatte der Babelsberger Angreifer Andis Shala die große Chance zum Ausgleich – doch er scheiterte frei an Energie-Keeper Avdo Spahic (47.). Auf der Gegenseite war Streli Mamba frei durch und fiel im Strafraum (51.). Aber das sah nach Schwalbe aus. Schreckmoment dann für Energie, als Marcelo verletzt vom Platz musste (62.). Der Brasilianer wurde lange an der Seitenauslinie am Knie behandelt. Für ihn kam Kevin Scheidhauer, der sich neben Mamba als zweiter Stürmer einreihte. In der Schlussphase machten die Gastgeber trotz Unterzwahl zwar nochmal Druck, aber Energie ließ sich den knappen Vorsprung nicht mehr nehmen.

So sieht die Statistik aus:

SV Babelsberg: Gladrow - Okada (67. Eglseder), Akdari, Saalbach, Knechtel (81. Hoffmann) - Abderrahmane, Reinmann (30. Flügel) - Schmidt, El-Jindaoui - Shala, Beyazit.

Energie Cottbus: Spahic - Starsev, Stein, Matuwila, Schlüter - Gehrmann - Weidlich, Marcelo (62. Scheidhauer), Zimmer, Viteritti (85. Siebeck) - Mamba (74. Geisler)

Tore: 0:1 Marcelo (18.), Zuschauer: 3794; Schiedsrichter: Max Burda (Berlin), Gelbe Karten: Shala, Akdari / -; Rote Karte: Gladrow (29. Notbremse) / -.

Hier geht es zum Liveticker zum Nachlesen: SV Babelsberg - Energie Cottbus

So sieht es in der Tabelle aus: Energie bleibt unangefochtener Spitzenreiter der Regionalliga Nordost und kann sich langsam aber sicher auf die Aufstiegsspiele einstimmen. Dort muss der Nordost-Meister gegen den Meister der Regionalliga Nord antreten. Das ergab die Auslosung am Samstag. Der Vorsprung auf den BFC Dynamo beträgt 15 Punkte. Die Berliner gewannen das Heimspiel gegen Germania Haöberstadt 4:2.

So geht es weiter: Energie tritt bereits am Mittwoch (18 Uhr) zum Nachholspiel bei Hertha BSC II an. Die Partie findet im Amateurstadion am Olympiastadion statt.

Energie gewinnt in Babelsberg FOTO: