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| 18:29 Uhr

Der FCE hofft auf Unterstützung
Endspiel-Kulisse fürs Energie-Endspiel?

 Beim Aufstiegsspiel von Energie Cottbus gegen Flensburg waren 20056 Menschen im ausverkauften Stadion der Freundschaft.
Beim Aufstiegsspiel von Energie Cottbus gegen Flensburg waren 20056 Menschen im ausverkauften Stadion der Freundschaft. FOTO: dpa / Bernd Settnik
Cottbus. Ex-Präsident Michael Wahlich appelliert an die Fußball-Lausitz. Er hofft auf 10000 Zuschauer für das FCE-Spiel gegen Fortuna Köln und fragt: Wo sind die Fans, die mit Energie den Aufstieg feierten? Von Jan Lehmann

Man muss nicht groß drum herum reden: Für Energie Cottbus geht es am Samstag im Heimspiel gegen Fortuna Köln um alles. Trainer Claus-Dieter Wollitz bestätigt: „Im Prinzip musst du am Samstag dein Heimspiel gewinnen.“

Bei einer Niederlage könnte der Cottbuser Rückstand zur Nichtabstiegszone der 3. Fußball-Liga im schlimmsten Fall sogar auf sieben Punkte anwachsen – sieben Spiele vor Saisonschluss wäre das eine riesige Hypothek. Wollitz betont: „Wir wissen um die Bedeutung dieses Spiels, der Druck ist noch größer geworden. Es geht darum, diese eminent wichtigen drei Punkte zu holen und den Gegner noch weiter mit in den Abstiegskampf hineinzuziehen.“

Endspiel für Energie Cottbus

Es ist ein Endspiel für Energie Cottbus, und deshalb meldet sich auch Ex-Präsident Michael Wahlich zu Wort. Der Cottbuser Geschäftsmann, der zum Jahresende sein Amt beim FCE abgegeben hatte, fiebert weiter mit dem Verein mit.

 Zuschauerbilanz Energie Cottbus  –  Drittliga-Saison 2018/19
Zuschauerbilanz Energie Cottbus – Drittliga-Saison 2018/19 FOTO: LR / Katrin Janetzko

Gegenüber der RUNDSCHAU erklärt er nun: „Der Dreier muss her, um das Projekt 3. Liga am Leben zu halten. Ein erneuter Abstieg in die fußballerische Bedeutungslosigkeit hätte fatale Folgen.“ Für den Ex-Präsidenten ist das Spiel am Samstag „der Scheidepunkt“, und deshalb appelliert er an die Fußball-Lausitz: „Die Mannschaft braucht ein Zeichen von den Rängen.“ Damit meine er nicht die Nordwand, die schon für die nötige Stimmung sorgen werde.

Wahlich wünscht sich Endspiel-Kulisse für Energie Cottbus

Wahlich wünscht sich jedoch ein auf allen Tribünen gut gefülltes Stadion und eine Zuschauerzahl jenseits der 10 000 Besucher. Er hofft auf eine Endspiel-Kulisse für dieses Endspiel und sagt: „Das wäre mal ein klares Bekenntnis. Die Trainer, die Spieler, wir alle hätten es verdient.“

     Energie-Präsident Michael Wahlich sagt: „Jetzt am Samstag ist der richtige Moment zu zeigen, dass man ein wahrer Fan des FCE ist – und nicht nur ein Eventfan.“
Energie-Präsident Michael Wahlich sagt: „Jetzt am Samstag ist der richtige Moment zu zeigen, dass man ein wahrer Fan des FCE ist – und nicht nur ein Eventfan.“ FOTO: Steffen Beyer

Angesichts der eher ernüchternden Zuschauerbilanz in der bisherigen Cottbuser Drittliga-Saison, sind die 10 000 ein ambitioniertes Ziel. Schließlich liegt der Zuschauerschnitt mit 7250 Besuchern pro Spiel derzeit sogar unter der im Etat einkalkulierten Zahl von 7500. Für das Spiel gegen Köln waren am Donnerstag erst 3600 Karten verkauft. Das teilte der Verein auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit.

Ex-Präsident von Energie Cottbus erinnert an Aufstiegsspiele

Der Ex-Präsident erinnert deshalb an die Aufstiegsspiele im zurückliegenden Mai gegen Flensburg. Innerhalb von 90 Minuten waren die Tickets für diese Partie vergriffen, Energie hätte damals sogar gut und gerne 30 000 Eintrittskarten verkaufen können. 20 056 Menschen im Stadion der Freundschaft erlebten dann ein Zitterspiel mit Happy End und großer Stadionfeier.

Doch diese Fußball-Euphorie hielt nicht lange. Wahlich nimmt darum die Partygäste von damals in die Pflicht: „Ich möchte alle, die am 27. Mai 2018 im Stadion waren, auffordern, das Stadion mal wieder zu besuchen.“ Er findet deutliche Worte: „Jetzt am Samstag ist der richtige Moment zu zeigen, dass man ein wahrer Fan des FCE ist – und nicht nur ein Eventfan.“

Sein Credo ist dabei: „Sich im Guten sonnen, das kann jeder und ist schön bequem. Nicht jammern, sondern im Stadion sein, das ist wahre Liebe.“

Auch Energie-Trainer setzt auf Fan-Unterstützung

Auch Trainer Wollitz setzt darauf, dass seiner Mannschaft mit der Unterstützung des Anhangs der so wichtige Heimsieg gelingt. Er verspricht: „Ich bin mir tausendprozentig sicher, dass unsere Mannschaft die zwei Prozent mehr noch rausholen kann und alles raushauen wird. Dabei müssen wir versuchen, das Publikum mitzunehmen.“

Beim Vergleich zum Aufstiegsspiel gegen Flensburg betont er allerdings, dass er sich im vergangenen Mai „schlechter gefühlt“ habe. Er sagt: „Ich fühle mich ein Stück weit sicherer. Die Mannschaft sendet die richtigen Signale.“

Das ist auch wichtig: Schließlich dürfte ein 0:0, wie es damals vor der bemerkenswerten Endspiel-Kulisse gegen den SC Weiche gab, Energie dieses Mal nicht reichen.