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| 13:48 Uhr

Fußball
Wollitz wütend: Final-Antrag abgelehnt

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hielt am Dienstag auf der Pressekonferenz eine Wutrede.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hielt am Dienstag auf der Pressekonferenz eine Wutrede. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Fußball-Landesverband Brandenburg hält am Termin für das Landespokal-Finale fest. Der Antrag des FC Energie Cottbus, das Spiel zu verlegen, wurde am Dienstag abgelehnt. Beim FCE ist die Entrüstung groß - und Trainer Wollitz schickt eine Kampfansage in Richtung Babelsberg. Von Jan Lehmann

Von Jan Lehmann

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz ist richtig sauer. Nachdem am Dienstagmittag bekannt geworden ist, dass der Fußball-Landesverband Brandenburg den Cottbuser Antrag auf Verlegung des Pokalfinales abgelehnt hat, ließ der Coach seinem Ärger freien Lauf. Bei der Pressekonferenz vor dem Nachholspiel gegen Hertha BSC II erklärte er frustiert: „Man spricht nicht mit Menschen mit Verstand. Ich bin erschüttert, was alles möglich ist – und was nicht möglich ist.“

Die Cottbuser hatten um die Verlegung des für den 21. Mai angesetzten Spiels gebeten, weil sie am 24. und 27. Mai mit großer Wahrscheinlichkeit an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga teilnehmen werden. Dass der Antrag abgelehnt worden ist, hat besonders nach dem Regionalliga-Duell zwischen Babelsberg und Cottbus vom vergangenen Sonntag besondere Brisanz. Nach der hart geführten Partie müssen die Cottbuser auf unbestimmte Zeit auf Marcelo verzichten. Wollitz betonte, dass er nach einem „brutalen Foul“ eine Verletzung am Fuß habe. „Da hätte der Schiedsrichter, der ansonsten einen großartigen Job gemacht hat, noch einmal Rot zeigen müssen“, so Wollitz. Auch Kevin Weidlich und Streli Mamba sind nach Verletzungen aus dem Sonntagspiel für einen Einsatz am Mittwoch eher fraglich.

Wollitz vermutet, dass der Fußball-Landesverband, den er süffisant als „Bund der ehrlichen Menschen“ bezeichnete, nun fadenscheinige Gründe vortragen werde. Er hielt deshalb eine lautstarke Wutrede und betonte: „Märchenstunde werde ich nicht mitmachen.“ Der FLB teilte auf seiner Internetseite mit: „Im Ergebnis der Beratung haben sich die beteiligten Vereine und der Fußball-Landesverband Brandenburg darauf verständigt, den Termin für das Endspiel im Wettbewerb um den AOK-Landespokal Brandenburg aus organisatorischen, insbesondere sicherheitstechnischen Aspekten nicht zu verlegen. Nicht zuletzt hat die zuständige Polizeidirektion West einer Verlegung des Finaltermins nicht zugestimmt.“

Coach ließ indes durchblicken, dass er vermutet, der Gegner aus Potsdam könnte ein Interesse am Festhalten am alten Termin haben, weil der sich so mehr Chancen auf den Sieg ausrechnet. Er erklärte: „Es muss mir keiner erzählen, dass der Antrag abgelehnt worden ist, weil beide Vereine das Spiel verlegen wollten.“

Deswegen schickte er eine Kampfansage nach Babelsberg: „Wir werden am 21. das Spiel in Babelsberg gewinnen. Ich verspreche ihnen: Den Pott holen wir nach Cottbus. So viel Stolz und Einstellung werden wir haben. Was danach passiert, kann ich allerdings nicht sagen.“ Der Coach steigerte sich sogar in die Aussage: „Ich werde die beste Kapelle auf den Platz schicken - mit der besten Motivation, die ich je einer Mannschaft gegeben habe.“ Schon jetzt steht fest: Dieses Endspiel wird eine ganz heiße Kiste.