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Energie brennt für den Klassenerhalt

Bielefeld, Deutschland 23. Maerz 2014: 2. Bundesliga 13/14 - Arminia Bielefeld vs. FC Energie Cottbus. Jubel / Torjubel / Torschuetze / Torschütze Marco Stiepermann (Cottbus) jubelt nach seinem Tor zum 1:2.
Bielefeld, Deutschland 23. Maerz 2014: 2. Bundesliga 13/14 - Arminia Bielefeld vs. FC Energie Cottbus. Jubel / Torjubel / Torschuetze / Torschütze Marco Stiepermann (Cottbus) jubelt nach seinem Tor zum 1:2. FOTO: osnapix / Titgemeyer (LR-MOB-STU-604)
Cottbus. Lange Zeit hoffnungslos abgeschlagen, jetzt wieder mittendrin: Energie Cottbus hat dank des Sieges in Bielefeld neuen Mut im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Liga geschöpft. Das Restprogramm verheißt heiße Duelle der drei Kellerkinder Dresden, Bielefeld und Cottbus. Frank Noack

"Englische Wochen" sind eine prima Sache! So mancher Energie-Profi wäre nach dem wichtigen Sieg im ersten Abstiegs-Endspiel am Sonntag bei Arminia Bielefeld (3:1) am liebsten gleich in Richtung Stadion der Freundschaft durchgelaufen, um sofort die nächste Aufgabe in Angriff zu nehmen. An diesem Mittwoch geht es in Cottbus gegen 1860 München - es steht also bereits das nächste Schlüsselspiel im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga an.

Der FCE brennt spätestens nach dem Sieg in Bielefeld wieder für den Klassenerhalt. "Wir sind ‚on fire'", sagt Sven Michel und schickt schon mal eine Kampfansage nach München: "Die ‚Löwen' können kommen, wir freuen uns auf dieses Spiel."

Das eigentlich schon abgeschlagene Team um Coach Jörg Böhme hat den Abstand auf Relegationsrang 16 von zwischenzeitlich acht auf nur noch zwei Punkte verkürzt. Sowohl Bielefeld als auch Dynamo Dresden liegen nun in Schlagdistanz. Und in knapp zwei Wochen kommt Dynamo zum nächsten Abstiegs-Endspiel nach Cottbus. "Jetzt wird es interessant, jetzt können wir es wirklich schaffen", betont Ivica Banovic.

Der Dreier in Bielefeld könnte für den FCE zur Initialzündung für die neu entflammte Zuversicht werden. Bislang waren die Chancen auf Relegationsrang 16 vor allem theoretischer Natur. Seit Sonntag jedoch ist die Aussicht auf Rettung wieder ganz realistisch.

Der Blick auf den Spielplan zeigt: Zwei Punkte sind in den verbleibenden acht Spielen durchaus aufzuholen. Zumal der Trend für den FCE spricht. Unter Böhme wurden drei der letzten vier Spiele gewonnen. "Mit jedem Sieg wächst das Selbstvertrauen", meint Alexander Bittroff.

Dresden dagegen hat seit zehn Partien nicht mehr gewonnen. Auch Bielefeld tut sich schwer und muss mit der Last-Minute-Heimniederlage gegen Energie einen schmerzhaften Rückschlag verarbeiten.

Eine wichtige Rolle in den Rechenspielen nehmen die direkten Vergleiche ein. Energie hat noch das Heimspiel in zwei Wochen gegen Dynamo. Und Dresden wiederum trifft am letzten Spieltag zu Hause auf Bielefeld.

Angesichts der Tristesse in den vergangenen Wochen als Schlusslicht der Tabelle ist es für Energie schon ein Erfolg, nun wieder mittendrin im Abstiegskampf zu sein. Das Feuer brennt wieder. Auch bei den Anhängern - rund 600 mitgereiste Fans begleiteten das Team nach Bielefeld und wurden mit dem ersten Auswärtssieg seit einem Jahr belohnt.

Die "englische Woche" geht dann nahtlos in die Derby-Woche mit den Spielen bei Union Berlin und gegen Dresden über. Es werden also heiße Fußball-Tage.