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| 18:21 Uhr

Cottbus kämpft um den Klassenerhalt
Energie braucht noch mindestens zwei Siege

 Nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern steht Energie Cottbus weiter unter Druck.
Nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern steht Energie Cottbus weiter unter Druck. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das wird ein echtes Zitterfinale für Energie Cottbus im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga! Die RUNDSCHAU analysiert das Restprogramm: Es ist nicht leicht – macht aber Hoffnung. Von Frank Noack und Jan Lehmann

Jetzt sind es nur noch fünf! Fünf Spiele hat der FC Energie Cottbus noch Zeit, um den Abstieg zu verhindern. Für den Aufsteiger heißt es jetzt volle Lotte ins Zitterfinale: Die Partie bei den Sportfreunden Lotte ist das erste von vermutlich fünf Endspielen für den Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga. „Wir haben zwei Punkte Rückstand zur Nichtabstiegszone. In den fünf Spielen ist alles möglich. Mehr Motivation braucht man nicht“, sagt Trainer Claus-Dieter Wollitz und gibt sich optimistisch: „Ich glaube nach wie vor, dass wir unsere Ziele erreichen können.“

Den Optimismus nährt das jüngste 1:1-Remis gegen den 1. FC Kaiserslautern nur bedingt. Energie wartet weiter auf den Befreiungsschlag im Tabellenkeller, sprich den Sprung in die Nichtabstiegs­zone. „Unter dem Strich ist der eine Punkt gegen Kaiserslautern natürlich enttäuschend. Aber wir nehmen trotzdem Zuversicht mit“, erklärte Co-Trainer Frank Eulberg, der den gesperrten Wollitz vertrat.

Nicht nur, weil diesmal vier statt drei Mannschaften absteigen, ist der Überlebenskampf in der 3. Liga so spannend wie schon lange nicht mehr. Die RUNDSCHAU beleuchtet die Situation im Tabellenkeller.

Die Tabellensituation: Mit den Sportfreunden Lotte auf Tabellenplatz 14 müssen sieben Teams inklusive Energie Cottbus zittern, wobei Schlusslicht VfR Aalen mit einem Rückstand von sieben Punkten auf das rettende Ufer wohl nur noch Außenseiterchancen besitzt. Auch Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig (16.) ist trotz diverser Neuverpflichtungen im Januar immer noch mittendrin.

Das Restprogramm: Energie muss drei Mal auswärts ran und hat nur noch zwei Heimspiele. In der Auswärtstabelle sind die Lausitzer das zweitschlechteste Team der Liga. Mit den Partien gegen Lotte (A), Aalen (H) und Braunschweig (A) trifft Cottbus im spannenden Zitter­finale noch auf drei direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt.  Das ist einerseits die  Chance, mit einem Sieg in diesen sogenannten Sechs-Punkte-Spielen Boden gutzumachen. Andererseits wächst natürlich der Druck, weil jede Niederlage in diesen Spielen ­besonders wehtut, da die direkte Konkurrenz profitiert.

Die Konkurrenz: Jena mit zwei ­Siegen in Folge und Lotte mit dem ersten Erfolg unter Trainer-Rückkehrer ­Ismael Atalan nach zuvor sechs Partien ohne Sieg sind die Teams der Stunde. Großartige Unterschiede in der Schwere des Restprogramms lassen sich bei den sieben Abstiegskandidaten nicht ausmachen. Auffällig ist jedoch, dass Jena in den letzten drei Partien mit den Würzburger Kickers, SV Meppen und 1860 München auf drei Gegner trifft, für die nach Lage der Dinge die Saison dann so gut wie gelaufen sein dürfte.

Die FCE-Hoffnung: Viel hängt vom nächsten Spiel in Lotte ab. Eine Niederlage würde die Lausitzer extrem in die Defensive drängen. Der FCE darf darauf hoffen, dass Osnabrück dann eine Woche später als frischgebackener Aufsteiger ins Stadion der Freundschaft kommt und einen leichten lila-weißen Kater mitbringt. Aalen als zweiter Heimspielgegner könnte am vorletzten Spieltag schon als Absteiger feststehen.

Die RUNDSCHAU-Prognose: Das Gute ist – Energie Cottbus hat es durch die direkten Duelle selbst in der Hand, sich zu retten. Hochrechnungen in Sachen Punktausbeute sind schwierig, weil vier statt wie bisher drei Teams absteigen. In der Vorsaison reichten 40 Punkte für Platz 16, der diesmal zur Rettung benötigt wird. Zwei Siege sind für den FCE im Zitterfinale also Pflicht, drei ­wären die sichere Variante.

FOTO: LR / Elisabeth Wrobel