| 20:09 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
2:0 – Energie bleibt in Berlin auf Titelkurs

Kevin Scheidhauer (l.) schoss den FCE in Berlin in Führung.
Kevin Scheidhauer (l.) schoss den FCE in Berlin in Führung. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Berlin. Energie bleibt in der Regionalliga Nordost auf Titelkurs. Die Cottbuser gewannen am Mittwochabend mit 2:0 (1:0) bei Hertha BSC II. Die RUNDSCHAU fasst das Spiel im Schnellcheck zusammen.

Von Jan Lehmann und Frank Noack

So fiel das Tor: Energie-Angreifer Kevin Scheidhauer lief urplötzlich ganz allein auf das Hertha-Tor zu und legte den Ball überlegt zum 1:0 (34.) ins lange Eck. Alexander Siebeck vollendete den letzten Konter des Spiels zum 2:0 (90.+2).

So ging Energie ins Spiel: Neben dem zuletzt schon angeschlagenen Tim Kruse fehlten auch noch Marcelo und Mamba. Beide hatten das harte Spiel beim SV Babelsberg nicht ohne Blessuren überstanden. Für sie schickte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz Felix Geisler und Kevin Scheidhauer von Beginn auf den Platz. Nicht dabei waren die langzeitverletzten Björn Ziegenbein, Fabian Graudenz und Benjamin Förster.

So verlief die Partie: Die Berliner hatten mit dem slowakischen EM-Teilnehmer Ondrej Duda und Erstliga-Profi Sinan Kurt sowie Trainersohn Maurice Covic eine namhafte Offensive aufgeboten und gleich etwas mehr Spielanteile. Die Cottbuser konnten sich anfangs nur mit langen Bällen behelfen, das funktionierte nur mäßig. Energie konnte sich eine halbe Stunde lang kaum befreien und Trainer Claus-Dieter Wollitz reagierte. Er brachte Alexander Siebeck früh für Felix Geisler ins Spiel (33.) – und es war ein Signal: Nur kurz darauf war Siebeck daran beteiligt, Scheidhauer freizuspielen. Der Angreifer tauchte völlig frei vor dem Hertha-Tor auf und erzielte seinen ersten Regionalliga-Treffer für Energie (34.). Die Herthaner reklamierten Abseits.

Ein Tor wie aus dem Nichts, danach waren die Cottbuser im Spiel. Kurz vor der Pause hatten sie aber Glück, dass Kurt direkt vorm Halbzeitpfiff aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss.

Nach der Pause verdienten sich die Cottbuser die Führung mit mehr Ballbesitz und Spielkontrolle. Weil die Berliner jetzt nicht mehr so druckvoll waren, ergaben sich auch mehr Räume für Energie. Die Cottbuser vergaben unter anderem eine große Konterchance, als Fabio Viteritti mit seinem Querpass zu Scheidhauer nicht durchkam (54.). Der Winter-Neuzugang Scheidhauer war bester Cottbuser, sorgte dafür dass Energie immer mehr Bälle in der Offensive festmachen und am Ende mit guter Laune aus Berlin abreisen konnte.

Der Cottbuser Sieg schien nicht mehr in Gefahr zu geraten – bis Andrej Startsev nach wiederholtem Foulspiel in der 77. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste. Kurz darauf köpfte Hertha-Profi Jordan Torunarigha den Ball an den Cottbuser Pfosten (78.).

Die Cottbuser retteten das Ergebnis mit viel Einsatz über die Zeit – und Alexander Siebeck vollendete den letzten Energie-Angriff zum 2:0-Endstand (90.+2).

Energie Cottbus gewinnt bei Hertha BSC II mit 2:0 FOTO:

Das sagen die Trainer:

Claus-Dieter Wollitz (Energie): Ich weiß nicht, ob es ein verdienter Sieg war. Aber wir haben uns in jedem Fall in der 2. Halbzeit gesteigert. In der 1. Halbzeit hatten wir nicht die richtige Taktik – dafür bin ich als Trainer zuständig. Da hatten wir keinen Zugriff auf das Spiel. Aufgrund der 2. Halbzeit war der Sieg aber sicher nicht ganz unverdient.

So sieht die Statistik aus:

Hertha BSC II: Brüggemeier – Tezel, Morack, Torunarigha, Fuchs – Klehr, Haubitz (69. Friede), Blumberg (77. Beyer) – Duda (62. Cakmak) – Kurt, Covic

Energie Cottbus: Spahic - Starsev, Stein, Matuwila, Schlüter - Gehrmann - Geisler (33. Siebeck), Weidlich, Zimmer (80. Karbstein), Viteritti - Scheidhauer

Tore: 0:1 Scheidhauer (34.), 0:2 Siebeck (90.+2); Zuschauer: 947 (davon 374 Gästefans); Schiedsrichter: Felix-Benjamin Schwermer (Magdeburg), Gelbe Karten: - / -; Gelb-Rot: - / Startsev (77.);

Hier geht es zum Liveticker zum Nachlesen: Hertha BSC II – Energie Cottbus

So sieht es in der Tabelle aus: Energie bleibt klarer Spitzenreiter der Regionalliga Nordost. Weil der BFC Dynamo nur 1:1 gegen Neugersdorf spielte, fehlen dem FCE nur noch acht Punkte bis zur Meisterschaft.

So geht es weiter: Energie empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) den FSV Union Fürstenwalde zum Regionalliga-Duell. Nach dem hitzigen Pokalspiel im März wird das sicher eine schwierige Aufgabe.