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Cottbus
„Was hat das eigentlich mit Fußball zu tun?“

Benjamin Förster kam gegen den 1. FC Magdeburg zu einem 30-minütigen Einsatz. Er sagt: „Ich habe das sehr genossen.“
Benjamin Förster kam gegen den 1. FC Magdeburg zu einem 30-minütigen Einsatz. Er sagt: „Ich habe das sehr genossen.“ FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Angreifer Benjamin Förster meldet sich bei Energie Cottbus nach langer Leidenszeit wieder zurück. Wird er wieder fit genug für den FCE-Sturm?

Von Jan Lehmann und Frank Noack

Energie-Angreifer Benjamin Förster hat genau nachgezählt: „Als mich der Doc am Donnerstag wieder gesund geschrieben hat, waren es genau 124 Tage – meine bisher längste Verletzungspause.“ Mit seiner Einwechslung im Test gegen Magdeburg meldete sich der Angreifer am Sonntag zurück und atmete auf: „ Auf dem Platz zu stehen, ist das beste Gefühl  für einen Fußballer. Die Leidenszeit ist vorbei.“

Für den 28-Jährigen verlief die bisherige Saison 2017/18 „nicht ganz optimal“, wie er zaghaft umschreibt. Um es mal deutlich zu sagen: Das war für ihn bisher eine Seuchensaison. Eine ärgerliche rote Karte im Heimspiel gegen Bautzen, der verschossene entscheidende Elfmeter im Pokaldrama gegen den Erstligisten VfB Stuttgart und dann dieser fatale Riss des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk.

Innerhalb von diesen 14 schwarzen Tagen im August erlebte Förster die geballte Härte im Leben eines Fußball-Profis. Und danach fand er sich gefühlt in einer anderen Sportart wieder. „Das war die schlimmste Zeit in der Reha“, berichtet der Angreifer. „Da kannst du den Fuß nicht richtig bewegen, sitzt 45 Minuten auf dem Rad und fragst Dich: Was hat das eigentlich mit Fußball zu tun?“

Ein Stimmungsheller war für Förster der Erfolgsritt seiner Kollegen durch die Regionalliga: „Die Jungs haben das hervorragend gemacht“, betont der Angreifer und verhehlt nicht, dass er  auch seinen Teil zum ersehnten Aufstieg beitragen möchte. Er sagt: „Ich brauche sicher noch ein paar Wochen, um wieder bei 100 Prozent zu sein.“

Mit der Verpflichtung von Kevin Scheidhauer ist der Konkurrenzkampf im Angriff größer geworden. Förster betont: „Ich hoffe, dass ich dann bei 100 Prozent bin, wenn es in die wirklich heiße Phase geht.“ Das sollte spätestens Ende Mai soweit sein. Dann steht mit dem Landespokal-Finale (21. Mai) sowie den beiden Aufstiegsspielen (24./27. Mai) eine entscheidende Woche für den FCE an. Bis dahin sind es ab diesem Dienstag noch genau 126 Tage. Benjamin Förster kann also ziemlich genau abschätzen, wie weit der Weg bis dahin noch ist.