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| 11:27 Uhr

Fußball
Ellenbogen von Grimaldi tut Energie weh

Adriano Grimaldi (r.) ist ein Toptransfer für 1860 München.
Adriano Grimaldi (r.) ist ein Toptransfer für 1860 München. FOTO: Eibner-Pressefoto / EIBNER/Florian_Schust
München. Einen wuchtigen Spieler wie Adriano Grimaldi hatte Energie Cottbus bei der Niederlage in München nicht in seinen Reihen. Dass der Löwen-Stürmer überhaupt bis zum Ende mitwirken durfte, sorgte jedoch für Unmut beim FCE. Von Frank Noack

Er ackerte, er foulte, er gestikulierte, er fiel theatralisch hin – er spielte aber eben auch den feinen Pass zum entscheidenden zweiten Treffer beim 2:0 (1:0)-Sieg von 1860 München gegen Energie Cottbus: Der wuchtige Löwen-Stürmer Adriano Grimaldi tat dem FCE am Freitagabend vor 15000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße richtig weh.

Dabei konnte sich Grimaldi beim Schiedsrichter bedanken, dass er überhaupt bis zum Schluss mitwirken durfte. Denn nach der gelben Karte kurz vor der Halbzeitpause wandelte der 27-Jährige mit seiner kantigen Spielweise permanent am Rande des Platzverweises.

Aus Sicht von Energie-Verteidiger Lasse Schlüter war das Maß sogar überzogen. „Wenn ein Spieler schon Gelb hat und dann noch mehrere Fouls macht, dann muss er irgendwann auch mal mit Gelb-Rot bestraft werden. Trotzdem will ich unsere Niederlage nicht auf die nicht gegebene rote Karte schieben“, erklärte Schlüter.

Energie-Niederlage mit Schmerzen FOTO: Eibner-Pressefoto / EIBNER/Florian_Schust

Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz war hin und her gerissen. Immerhin kennt er die Spielweise von Grimaldi ganz genau. Und er schätzt sie - eigentlich. Beide haben in der Saison 2012/13 beim VfL Osnabrück zusammengearbeitet.

„Ich finde Grimaldi als Typ gut, weil er viel investiert und alles für seine Mannschaft gibt. Er arbeitet mit jenen Möglichkeiten, die er hat, also Kopfballstärke und Leidenschaft“, lobte Wollitz. Er sagte aber auch: „Wenn ein Spieler, der schon Gelb hat, danach noch zehn Mal ein Foul abgepfiffen bekommt und auch der Ellenbogen im Spiel ist, finde ich die Leitung des Schiedsrichters nicht gut. Auf der anderen Seite wurden unsere Spieler ständig ermahnt, dass sie runterfliegen.“

Adriano Grimaldi wechselte in der Sommerpause von Preußen Münster zu 1860 München. 15 Treffer hatte Grimaldi in der vergangenen Drittliga-Saison als Kapitän für Münster erzielt. Und auch bei den Löwen ist er schon jetzt ein absoluter Leistungsträger - also ein Toptransfer.

Von Transfers dieser Größenordnung kann Energie Cottbus nur träumen. „Ein solcher Spieler mit diesen Stärken würde auch unserer Mannschaft richtig gut tun. In der 3. Liga brauchst du diese Präsenz“, räumte Wollitz mit Blick auf Grimaldi ein.