ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:02 Uhr

Fußball
Vorjahres-Niederlage als Warnung für Energie

Innenverteidiger José-Junior Matuwila ist eine feste Größe beim FCE. Im vergangenen Jahr musste er für die Niederlage in Neugersdorf teuer bezahlen.
Innenverteidiger José-Junior Matuwila ist eine feste Größe beim FCE. Im vergangenen Jahr musste er für die Niederlage in Neugersdorf teuer bezahlen. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Bei Energie Cottbus geht es im letzten Liga-Spiel um die Startelf für die entscheidende Woche der Saison. Auf die Niederlage im Vorjahr in Neugersdorf reagierte Trainer Wollitz konsequent – und würde das auch diesmal wieder tun. Von Frank Noack

Mit dem letzten Saisonspiel in Neugersdorf kennt sich Energie Cottbus ja bestens aus – oder auch nicht! ­Genau wie im vergangenen Jahr reist der FCE auch diesmal wieder am 34. Spieltag in die Oberlausitz. Die letzte Partie der Regionalliga-Spielzeit 2017/18 wird am Samstag um 13.30 Uhr angepfiffen (LR-Liveticker).

Doch diesmal soll alles besser werden als bei der 2:3-Niederlage im Vorjahr. „Wir möchten selbstverständlich auch das letzte Spiel gewinnen. Die Saison mit 89 Punkten abschließen zu dürfen, wäre ein Ausrufezeichen. Und wir hoffen auf einen besseren Abschluss als im vergangenen Jahr“, sagt Claus-Dieter Wollitz als Trainer des souveränen Tabellenführers und Titelträgers.

Dieser Hoffnung hat Wollitz am  Freitag noch einmal Nachdruck verliehen – mit einer klaren Ansage an sein Team.  Die Botschaft lässt sich so zusammenfassen: Wer sich in Neugersdorf hängen lässt, muss um seinen Platz in der entscheidenden Woche dieser Saison bangen!

Am 21. Mai trifft Energie im Landes­pokalfinale auf den SV Babelsberg, am 24. und 27. Mai folgen dann die beiden Spiele um den Aufstieg.

Wie ernst es Wollitz mit solchen Ansagen meint, beweist der Rückblick auf die vergangene Saison. Damals zeigte das Team beim Saison­abschluss in Neugersdorf eine enttäuschende Leistung. Leidtragende waren vor allem Torhüter Avdo Spahic und Innenvertei­diger José-Junior Matuwila, die im anschließenden Pokalfinale gegen den FSV Luckenwalde (2:0) überraschend auf der Bank saßen. ­Spahic verlor seinen Platz an Alexander Meyer und für Matuwila rückte Malte Karbstein ins Team.  

„Damals war ich mit der Leistung überhaupt nicht zufrieden – im Gegenteil. Deshalb habe ich danach auch reagiert. Wichtig ist, dass wir diesmal zumindest von der Einstellung her eine Topleistung bringen. Ansonsten werde ich wieder reagieren“, kündigt Wollitz an.

Natürlich werden nicht sämt­liche Stammspieler in Neugersdorf über die gesamten 90 Minuten zum Einsatz kommen. Wollitz hat bereits angekündigt, dass er so vielen Spielern wie möglich noch einmal Wettkampfpraxis geben will. Ob die zuletzt angeschlagenen Außenverteidiger Lasse Schlüter und Andrej Startsev am Samstag schon wieder zum 18er-Kader gehören, ist noch offen. Beide sind aber auf einem guten Weg der Genesung und werden dem FC Energie in den drei entscheidenden Saisonspielen wahrscheinlich zur Verfügung stehen.

Auch wenn sich die Startelf im Verlaufe der Saison natürlich herauskristallisiert hat, setzt Wollitz in der entscheidenden Phase der Saison mehr denn je auf den Konkurrenzkampf  innerhalb des Kaders. Denn mit dem Pokal­finale in Babelsberg sowie den beiden Aufstiegsspielen muss der FCE innerhalb von sechs Tagen drei Mal Höchstleistungen vollbringen.

Dieses Hammer-Programm ist sowohl körperlich als auch mental eine ­Herausforderung und lässt sich nicht mit nur elf Spielern bestreiten. „Bereits das Pokalspiel wird sehr emotional werden“, legt sich Wollitz fest und ergänzt mit Blick auf das angespannte Verhältnis zum SV Babelsberg: „Es wird dort sehr, sehr unfair zugehen. Das sage ich auch so öffentlich. Da soll jeder hingucken. Das wird uns mental unwahrscheinlich viele Kräfte kosten. Allein deswegen brauchen wir fast zwei komplette Mannschaften.“

FOTO: LR