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| 10:14 Uhr

Energie Cottbus
Die neue FCE-Zentrale: Zwei wie Quark und Leinöl

 Wenn der Eine überspielt ist, dann ist der Andere da. Jürgen Gjasula (M.) und Daniel Bohl (r.) ergänzen sich gut im Cottbuser Mittelfeld.
Wenn der Eine überspielt ist, dann ist der Andere da. Jürgen Gjasula (M.) und Daniel Bohl (r.) ergänzen sich gut im Cottbuser Mittelfeld. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Mit Daniel Bohl und Jürgen Gjasula hat Energie Cottbus mehr Stabilität. Gegen den Halleschen FC steht der neuen FCE-Zentrale allerdings ein kompliziertes Spiel bevor. Von Jan Lehmann

Cottbus Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat sich noch nicht in die Karten gucken lassen, wie er seine Mannschaft am Mittwochabend im Auswärtsspiel beim Halleschen FC (19 Uhr/RUNDSCHAU-Liveticker) auf den Rasen schicken wird. Mit ­Dimitar Rangelov wieder in der Startelf? Oder Luke Hemmerich auf dem rechten Flügel? Und Marcelo wieder zentraler hinter den Spitzen? Diese Fragen werden erst kurz vor Spielbeginn beantwortet.

Wollitz betonte: „Alles ist möglich, ich werde nichts ausschließen.“ Auszuschließen ist allerdings, dass der Cottbuser Coach auf seine neue Mittelfeldzentrale verzichten wird. Mit Daniel Bohl und Jürgen Gjasula hat er dort ein neues Tandem installiert. Und das passt so gut zum FCE wie Quark und Leinöl in die Lausitz. Bohl mit seiner enormen Zweikampfstärke und Gjasula mit seiner Spielintelligenz, gemeinsam machen sie Energie stärker. Wollitz betont: „Ich habe vor dem Spiel gegen Münster zu ihnen gesagt: ,Nur wenn ihr beide gut harmoniert, kann es funktionieren.‘“

Sein Plan scheint aufzugehen, in Großaspach und gegen Münster hatte der FCE die Partie gerade im Mittelfeld im Griff: Gjasula lässt sich immer wieder zurückfallen, holt die Bälle aus der Verteidigung ab und eröffnet mit seiner Erfahrung aus 191 Zweitliga-Partien das Spiel. Mit Marcelo, Fabio Viteritti oder Dimitar Rangelov hat er dabei mehrere ballsichere Abnehmer, das Cottbuser Kurzpass-Spiel wirkt mittlerweile wieder deutlich kontrollierter. ­Daniel Bohl sorgt derweil für die kämpferische Komponente in diesem Duo. Während der Saarländer seine 1,72 Meter etwas rustikal in jeden Zweikampf wirft, bewegt der um einen Kopf größere Gjasula seine 1,89 Meter mit etwas mehr Eleganz übers Spielfeld.

Wollitz bekräftigt: „Das passt sehr gut. Durch dieses Duo haben wir wieder mehr Balance im Spiel.“ Das dürfte am Mittwoch besonders wichtig sein. Halle präsentiert sich in dieser Saison als sehr komplizierter Gegner, der wie im Hinspiel in Cottbus besonders die Fehler der gegnerischen Mittelfeldreihen gnadenlos ausnutzt. Bemerkenswert: Der HFC ist unheimlich effektiv. Halle hat in diesem Spieljahr sogar ein Tor weniger als Energie Cottbus geschossen, damit aber 21 Punkte mehr geholt.

Dass Bohl am Mittwoch auf seinen Ex-Club trifft, verleiht der Partie zusätzliche Brisanz. Schließlich war der 24-Jährige in der Hinrunde unter Trainer Torsten Ziegner nicht zum Zuge gekommen. FCE-Coach Wollitz will das nicht überbewerten: „Es gibt immer mal Situationen, in denen es zwischen einem Trainer und einem Spieler nicht funktioniert“, so der Cottbuser Trainer.

Gut für Energie, dass das in Cottbus offenbar nicht der Fall ist. Mit der Quark-und-Leinöl-Formation soll nun der nächste Schritt aus dem Tabellenkeller gemacht werden. Wollitz betont: „Das Ziel sind drei Punkte, aber wenn es nur einer wird, dann ist es auch okay.“

Das klingt dann doch danach, dass der Cottbuser Coach die etwas vorsichtigere Variante mit nur einem Stürmer bevorzugt. Rangelov also vorerst nur draußen? Wollitz sagt: „Wir wollen das mit ihm besprechen, seine Meinung ist uns sehr wichtig.“

 Hallescher FC
Hallescher FC FOTO: LR