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Die Lust-Vertreiber aus Cottbus

Auf in die nächste Runde: Die Energie-Junioren um Nii Bruce Weber (M.) schickten Union mit einer Packung nach Hause.
Auf in die nächste Runde: Die Energie-Junioren um Nii Bruce Weber (M.) schickten Union mit einer Packung nach Hause. FOTO: Voigt/FuPa
Cottbus. Das war mal ein Ausrufezeichen! Der U 19-Nachwuchs vom FC Energie Cottbus hat im DFB-Pokal den Regionalliga-Tabellenführer 1. FC Union Berlin mit 4:0 abgewatscht und sich eindrucksvoll für die nächste Runde qualifiziert. Steven Wiesner

Hoher Besuch war am Samstag zu Gast im Cottbuser Lok-Stadion, um dem DFB-Pokalspiel zwischen den A-Junioren von Energie Cottbus und dem 1. FC Union Berlin beizuwohnen. Neben Energies Profi-Trainer Claus-Dieter Wollitz weilte auch Felix Geisler unter den Schaulustigen. Der 19-Jährige vom FSV Zwickau war im Sommer von Cottbus in die 3. Liga gewechselt. Seine alten Kollegen scheint er deshalb aber nicht aus den Augen verloren zu haben. Geisler gehörte im Übrigen auch zu den jungen Cottbuser Helden, die vor anderthalb Jahren in eben jenem Wettbewerb das große Finale von Berlin erreicht und den FC Energie wieder deutschlandweit ins Gespräch gebracht hatten.

Auf diesen Spuren wandeln mindestens für ein paar Wochen auch die neuen A-Junioren aus der Lausitz. In der 2. Runde schalteten die Schützlinge von Trainer Andreas Richter den Nachwuchs der "Eisernen" aus und sorgten mit einer leidenschaftlichen Performance für die erste Berliner Saisonniederlage. Die Berliner hatten bis dahin die Regionalliga Nordost dominiert und die ersten fünf Spiele allesamt gewonnen. Doch mit einem Kaliber, wie es die Bundesliga-Teenies vom FCE an diesem Tage waren, sind die Unioner bisher noch nicht konfrontiert gewesen. Zwar wirkten die Hauptstädter in der Anfangsphase etwas gefälliger und spielfreudiger, doch sobald sie sich in aussichtsreiche Sektoren spielen wollten, wurden sie von galligen und kompromisslosen Cottbusern empfangen und zur Unbrauchbarkeit bearbeitet. Vor allem die bockstarken Innenverteidiger Max Grundmann und Peter Köster trieben auch die letzte Lust aus den Berlinern heraus. So hatte am Ende auch an der Deutlichkeit des 4:0 (1:0)-Sieges niemand etwas auszusetzen.

Schon nach 16 Minuten hatte Leo Felgenträger das 1:0 für Cottbus auf dem Fuß, scheiterte hier aber noch an Union-Keeper Lennart Moser. In der 29. Minute holte er sein Versäumnis dann nach. Nach Vorarbeit vom schnellen und trickreichen Ali Abu-Alfa sorgte Felgenträger für den Pausenstand. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel war abermals der auffällige Abu-Alfa mit einem Lattenknaller Ausgangspunkt des nächsten Cottbuser Treffers. Paul Pahlow schaltete nach dem Abpraller am schnellsten und bediente Nii Bruce Weber (53.). Den Deckel drauf machten Felgenträger mit seinem zweiten Tor (62.) sowie Lucas Roblick (69.), der erst vier Minuten zuvor eingewechselt war, Ben Meier auswackelte und Moser im kurzen Eck erwischte. Alles in allem eine Darbietung, an der nicht nur Felix Geisler seine Freude gehabt haben dürfte.