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Die größten Sensationen der vergangenen 25 Jahre

Mit Turban in die 2. Runde: BAK-Stürmer Metin Cakmak nach dem 4:0 gegen Hoffenheim im Jahr 2012.
Mit Turban in die 2. Runde: BAK-Stürmer Metin Cakmak nach dem 4:0 gegen Hoffenheim im Jahr 2012. FOTO: dpa
Berlin/Cottbus. Die Regionalligisten BFC Dynamo und Energie Cottbus träumen von der großen Überraschung. Die Berliner treffen am Montag im DFB-Pokal auf Schalke 04, Energie hat am Sonntag mit dem VfB Stuttgart ebenfalls einen Bundesligisten zu Gast. dpa/swr

Schon in der Vergangenheit glänzten unterklassige Clubs aus Berlin-Brandenburg zum Cup-Auftakt - dreimal ging's in den vergangenen 25 Jahren sogar ins Finale.

2012/13 - Berliner AK - TSG 1899 Hoffenheim 4:0 (3:0): Beim größten Erfolg der Vereinsgeschichte demontierte Energies Liga-Konkurrent aus Berlin die Bundesliga-Gäste. Das Hoffenheimer Team von Trainer Markus Babbel blieb gegen den Regionalligisten chancenlos. Der gefeierte Held Metin Cakmak, der Torhüter Tim Wiese zweimal bezwang, ließ sich selbst von einer blutenden Wunde an der Augenbraue nicht aufhalten und spielte mit Kopfverband weiter.

2006/07 - SV Babelsberg 03 - Hansa Rostock 2:1 (1:0): Zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte überstand der Oberligist seine Auftaktpartie im Pokal. Die Rostocker reisten als Vierter der 2. Liga nach Potsdam - scheiterten aber ohne ihren Regisseur Stefan Beinlich. Auch gegen den VfB Stuttgart verkaufte sich Babelsberg anschließend gut, konnte zweimal verkürzen, unterlag am Ende aber mit 2:4.

2000/01 - 1. FC Union Berlin - RW Oberhausen 2:0 (1:0): Der Auftaktsieg war für den ambitionierten Regionalligisten aus Köpenick gegen den Abstiegskandidaten aus der 2. Liga noch nicht die ganz große Sensation. Der anschließende Siegeslauf überraschte aber umso mehr: Das Team von Trainer Georgi Wassilew warf die SpVgg Greuther Fürth (1:0), den SSV Ulm (4:2), den VfL Bochum (1:0) und Borussia Mönchengladbach (4:2 im Elfmeterschießen) aus dem Pokal. Erst im Finale gegen den FC Schalke 04 (0:2) endete vorerst die Hoffnung, vor Hertha BSC den Pokalgewinn in Berlin feiern zu dürfen.

1999/00 - SV Babelsberg 03 - SpVgg Unterhaching 1:0 (0:0): Selbst der Pokalcoup gegen den Bundesliga-Aufsteiger konnte Karsten Heine den Job nicht retten. Aus Sorge, die neue 3. Liga zu verpassen, trennte sich Babelsberg vor dem Zweitrunden-Duell mit Freiburg von seinem Coach. In der Verlängerung mussten sich der Außenseiter beim 2:4 den Breisgauern geschlagen geben. Und auch der Sprung aus der Regionalliga wurde verpasst.

1992/93 - Hertha BSC Amateure - SGK Heidelberg 3:0 (2:0): Die Hertha-Bubis stehen heute noch als Synonym für den größten Pokalerfolg des Berliner Clubs. Über acht Stationen gelang der Titelgewinn im Landespokal. Nach einem Freilos geriet der DFB-Pokalstart mit einem 3:0 über SGK Heidelberg standesgemäß. Auch gegen den VfB Leipzig (4:2), Hannover 96 (4:3), den 1. FC Nürnberg (2:1) und den Chemnitzer FC (2:1) hielt der Höhenflug an. Erstmals überhaupt stand ein Amateurverein im Finale. Vor dem Showdown im Olympiastadion gab es spezielle T-Shirts und ein eigenes Hertha-Parfüm - Bayer Leverkusens Ulf Kirsten beendete mit seinem späten Treffer (77. Minute) aber alle Titelträume in der Hauptstadt. Ins Finale kam die Hertha seitdem nie wieder.