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| 14:32 Uhr

Auszeit
Die Gefahr der Lobeshymnen

 Fabio Viteritti (l.) wird in dieser Szene von Jerome Gondorf attackiert.
Fabio Viteritti (l.) wird in dieser Szene von Jerome Gondorf attackiert. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus hat gegen Freiburg zwar verloren, darf sich aber auch als Gewinner fühlen. In der 3. Liga helfen diese Lobeshymnen trotzdem nicht weiter, sondern sind sogar gefährlich. Der RUNDSCHAU-Kommentar zur Lage beim FCE. Von Frank Noack

Sind Sie auch noch so mitgenommen von diesem ­packenden Spiel? Energie Cottbus ist gegen den SC Freiburg aus dem Pokal geflogen – wieder in der 1. Runde, schon wieder im Elfmeterschießen. Klar, das tut weh.

Denn der Profifußball ist nun mal ein Geschäft, in dem es in erster Linie auf die Ergebnisse ankommt. Freiburg hatte am Montagabend im Stadion der Freundschaft etwas mehr Glück sowie die besseren Elfmeterschützen als der tapfere ­Außenseiter und ging deshalb als Sieger vom Rasen.

Der Profifußball ist außerdem ein Sport, in dem der Kopf eine wichtige Rolle spielt. Auf den ersten Blick hat der FC Energie ein wichtiges Spiel verloren. Zumindest auf den zweiten Blick darf er sich jedoch auch als Gewinner fühlen. Denn die Mannschaft hat am Montagabend speziell in der 2. Halbzeit und in der Verlängerung eine starke Leistung gezeigt und die Fans einmal mehr begeistert.

Das Lob von Freiburgs Trainer Christian Streich, dass es ein Spiel auf Augenhöhe gewesen sei, hat sich der FCE redlich verdient. Daraus sollte das Team weiteres Selbstvertrauen im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga ziehen!

Der Profifußball ist jedoch auch ein komplizierter Sport, in dem Erfolge aus der Vergangenheit nicht viel zählen. Und genau darin liegt jetzt die große Gefahr. Für all die schönen Pokal-Lobeshymnen kann sich Energie Cottbus nämlich nichts kaufen. Auch wenn sie noch so berechtigt sind.

Im nächsten ­Liga-Heimspiel an diesem Samstag gegen den SV Meppen führen die drei Punkte wieder nur über Arbeit und Willensstärke. Auch das ist eben der Profi-Fußball.

Frank Noack
Frank Noack FOTO: LR / Sebastian Schubert