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DFB-Trainer Wormuth: Kleindienst fährt zur Weltmeisterschaft

Tim Kleindienst
Tim Kleindienst FOTO: Beyer/sby1
Cottbus/Frankfurt/Main. Das ist ein echt großes Ding! Tim Kleindienst steht vor der wichtigsten Herausforderung seiner noch jungen Karriere: Ende Mai fährt der elffache Torschütze von Energie Cottbus mit zur U 20-WM in Neuseeland. Das hat der DFB-Auswahltrainer Frank Wortmuth jetzt bestätigt. F. Noack

Tim Kleindienst riss die Arme nach oben und jubelte - allerdings nur ganz kurz. Sein Kopfballtreffer beim 1:1-Remis gegen Fortuna Köln kurz vor Schluss hätte die Erlösung für Energie Cottbus sein können. Schiedsrichter Alexander Sather aus Grimma pfiff die Szene aber ab, weil Kleindienst den Kölner Torhüter Andre Poggenborg beim Kampf um den Ball in der Luft bedrängt hatte. Es war eine vertretbare Entscheidung des Schiri, trotzdem ärgert sich der FCE-Torjäger über den verpassten Sieg. "Wir haben zwar ganz gut angefangen, dann aber unsere Souveränität verloren", räumt Kleindienst ein. Auch er selbst blieb diesmal weit unter seinen Möglichkeiten.

Trotzdem hat der 19-jährige Stürmer aus Cottbus einen Grund zum Jubeln: Denn Kleindienst darf sich auf seine erste Weltmeisterschaft freuen. Ende Mai wird er mit dem U-20-Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur WM nach Neuseeland reisen. Das hat U 20-Trainer Frank Wormuth jetzt bestätigt. "Er ist auf jeden Fall in Neuseeland dabei, wenn er gesund bleibt", sagt Wormuth.

Der DFB-Coach hält große Stücke auf Kleindienst. Er hat den Angreifer erstmals in eine Auswahlmannschaft des DFB geholt. Der Energie-Stürmer gehört neben dem Bremer Davie Selke zu den Hoffnungsträgern für die am 30. Mai startende Weltmeisterschaft. "Er ist enorm kopfballstark und hat mit die beste Sprungkraft, die ich je gesehen habe. Defensiv hat er uns damit schon geholfen, offensiv wird er seine Erfolgserlebnisse noch haben", betont Wormuth.

Kleindienst freut sich natürlich über die positiven Signale aus der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main. Acht Länderspiele hat er für die U 20 bereits bestritten. "Das ist eine Wertschätzung für mich. Ein Wahnsinnsgefühl, dass man jetzt schon so eine kleine Zusage hat", erklärt der FCE-Stürmer. "Ich freue mich einfach darauf, das mal selbst zu erleben, wie es bei so einem internationalen Vergleich zugeht. Es können nicht viele Fußballer von sich sagen, bei einer WM dabei gewesen zu sein."

Vor der WM kommt jedoch das Abitur an der Lausitzer Sportschule, wo für Kleindienst jetzt die heiße Phase der Prüfungen beginnt. Mit dem lockenden Ziel WM-Teilnahme lässt sich ja vielleicht die eine oder andere Prüfungsaufgabe etwas leichter ausspielen.