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| 10:29 Uhr

Fußball
DFB-Präsident Grindel kommt nach Cottbus

FOTO: dpa / Andreas Arnold
Cottbus. Der Fußballstandort Cottbus bekommt hohen Besuch. DFB-Präsident Reinhard Grindel, der in diesen Tagen viel Kritik einstecken muss, wird beim Verbandstag des Fußball-Landesverbandes Brandenburg erwartet. Von Jan Lehmann

Weil der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) am 29. September im Cottbuser Hotel Radisson Blu einen neuen Präsidenten wählt, reist DFB-Chef Grindel extra in die Lausitz. Das teilte der Verband am Freitag mit. Der Grund der Reise dürfte vor allem die Verabschiedung von FLB-Gründungspräsident Siegfried Kirschen sein, der nach 28 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Kirschen hat mit seiner Amtszeit den Rekord innerhalb aller Landesverbände des DFB inne.

133 Teilnehmer mit beschließender und 25 mit beratender Stimme werden zum 8. Ordentlichen Verbandstag am 29. September 2018 im Cottbuser Hotel Radisson Blu erwartet.

Unter dem Motto „Bewegte Zeiten – Zukunft bewegen“ hat der Vorstand die Tagung des höchsten Verbandsorgans des FLB einberufen, um Bericht über die zurückliegende Legislaturperiode zu erstatten und Personal- sowie Sachentscheidungen zu treffen.

Neben DFB-Präsident Grindel werden weitere Ehrengäste erwartet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird ein Grußwort an die Delegierten richten. Wolfgang Neubert als Präsident des Landessportbundes Brandenburg sowie NOFV-Präsident Rainer Milkoreit haben ihre Anwesenheit ebenfalls zugesagt. Der Verbandstag werde ganz im Zeichen der Verabschiedung von Präsident Kirschen stehen, hatte FLB-Geschäftsführerin Anne Engel gegenüber der RUNDSCHAU erklärt.

Einziger Kandidat für Kirschens Nachfolge ist Jens Kaden, der bisher als Vorsitzender des Verbandsgerichts fungierte. Auch die Position des Schatzmeisters des Verbandes ist neu zu besetzen. Jens Cyrklaff, der dieses Amt 19 Jahre inne hatte, stellt sich nicht mehr zur Wahl. Für diesen Posten wird Sebastian Schulz aus Finsterwalde kandidieren.

Gespannt darf man auf Grindels Auftritt in Cottbus sein. Der DFB-Präsident steht nach den Wirrungen um Mesut Özil und dessen Rücktritt sowie nach dem von Frankfurt/Main nach Hoffenheim verlegten Länderspiel mit veröffentlichten internen E-Mails ziemlich unter Druck. Und Cottbus ist für ihn sicherlich kein einfaches Gebiet. Die laut hörbaren Anschuldigungen von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz im Zusammenhang mit der Aufstiegsregelung von der vierten zur dritten Liga in Richtung DFB-Präsident dürfte Grindel vernommen haben. Abwarten, ob er sich darauf bei seinem Besuch in der Lausitz einlässt.