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Diskussion um Aufstiegsmodus
DFB arbeitet an Regionalliga-Reform

DFB-Präsident Reinhard Grindel
DFB-Präsident Reinhard Grindel FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Der Deutsche Fußball-Bund wird kurzfristig eine Arbeitsgemeinschaft bilden, die den hochumstrittenen und vieldiskutierten Aufstiegs modus der fünf Regionalligen reformieren soll. Das gab der Verband am Donnerstag nach der Sitzung seines Spielausschusses bekannt. dpa/noc

Dieser AG sollen je ein Vertreter der fünf Regionalligen, fünf Vertreter aus der 3. Liga sowie mehrere Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL) angehören.

Seit Jahren kritisieren Vereine und Fans, dass kein Meister einer Regionalliga-Staffel am Ende einer Saison direkt in die 3. Liga aufsteigen kann, sondern die drei Aufsteiger stattdessen in drei Aufstiegsspielen ermittelt werden. Auch Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Energie Cottbus, gehört zu den Kritikern der Relegation. Bei den Tagungen der fünf Regionalliga-Staffeln sowie der 20 Drittliga-Vereine wurden in den vergangenen Wochen mehrere Reformvorschläge präsentiert. Ein Vorschlag ist, die 3. Liga auf 22 Clubs aufzustocken, davon fünf Vereine absteigen zu lassen und somit jedem Regionalliga-Meister die Möglichkeit des Direkt-Aufstiegs zu geben. Die Drittliga-Vereine sind dafür, dass es nur noch vier Regionalligen gibt, deren Meister direkt aufsteigen.

Die Idee von DFB-Präsident Reinhard Grindel wiederum sieht vor, dass die Meister der Regionalligen West und Südwest in Zukunft direkt aufsteigen und die Meister aus dem Norden, Nordosten und Bayern zwei weitere Aufsteiger ausspielen. Nach Angaben des DFB soll die neue Arbeitsgemeinschaft nun "diese Modelle sorgfältig prüfen und dem Spielausschuss ein Ergebnis vorlegen".