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Deutliche Worte in Richtung Geyer

Ex-Trainer Eduard Geyer hatte im Mai die Energie-Vereinsführung scharf kritisiert: "Das ist blind."
Ex-Trainer Eduard Geyer hatte im Mai die Energie-Vereinsführung scharf kritisiert: "Das ist blind." FOTO: Beyer
Cottbus. Bei der Mitgliederversammlung des FC Energie am Freitag war auch Kulttrainer Eduard Geyer ein Thema. Der Sachse hatte am Tag der Legenden Ende Mai im Stadion der Freundschaft kritisiert, dass die Vereinsführung aus seiner Sicht nicht präsent gewesen sei. Jan Lehmann

Geyer damals: "Was die Vereinsführung abgezogen hat, ist eine ganz schlechte Nummer. Wenn vom Verein niemand anwesend ist, dann ist das dünner Zwirn. Ich habe gesagt, das ist blind. Und es ist auch blind! Man muss bei aller Schnelllebigkeit des Fußballs auch die Tradition pflegen. In den letzten Jahren ist da vieles schiefgelaufen."

Eine Aussage, die besonders den Ehrenratsvorsitzenden Volker Ziegenhagen schmerzte. Der 72-Jährige berichtete, wie vielfältig Präsident Michael Wahlich und dessen Mitstreiter aus Präsidium, Verwaltungsrat und Ehrenrat an diesem Tag im Einsatz gewesen seien.

Ziegenhagen fragte in Richtung Geyer: "War er schlecht informiert?" Die Antwort gab der Ehrenratsvorsitzende, sonst ein Mann der versöhnlichen Töne, mit deutlichen Worten: "Wir leben im postfaktischen Zeitalter. Der Ehrenrat verwehrt sich gegen Aussagen, die den Verein verunglimpfen. Junge Leute würden heute salopp sagen: ,Wenn ich keine Ahnung habe, einfach nur die Fresse halten.‘"

Das war deftig. Doch wer Geyer kennt, der weiß, dass der wortgewaltige Ex-Trainer das sicher richtig einordnet. Schließlich nahm Ziegenhagen der Attacke noch die Schärfe und betonte versöhnlich: "Ich als Mann in den Jahren möchte den Erfolgstrainer im Jahre des 500. Reformationsjubiläums aber an das achte Gebot in der Bibel erinnern: ,Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.‘"