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| 21:47 Uhr

Der Maler und der Zimmermann: Mattuschka und Wollitz packen aus

Torsten Mattuschka stellte mit Autor Matthias Koch seine Biografie im Medienhaus der Lausitzer Rundschau vor.
Torsten Mattuschka stellte mit Autor Matthias Koch seine Biografie im Medienhaus der Lausitzer Rundschau vor. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Bei der Lesung aus der Biografie "Torsten Mattuschka – Kultkicker mit Herz und Plauze" erfährt das Publikum im Medienhaus der RUNDSCHAU echte Geheimnisse. Jan Lehmann

Nach diesem Mittwochabend ist einiges anders: Bei der Lesung aus der Biografie von Torsten Mattuschka ("Kultkicker mit Plauze") im Medienhaus der Lausitzer Rundschau kamen einige bisher ungeahnte Geheimnisse der Fußballgeschichte ans Licht. Nicht nur der Ex-Cottbuser Mattuschka, ließ tief blicken. Auch sein spezieller Gast, FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz, plauderte bei den Fragen von Autor Matthias Koch herzerfrischend aus dem Nähkästchen.

Die Kurzfassung: Dass Mattuschka früher Lackierer war, ist wohl bekannt. Dass Wollitz eine Zimmermann-Lehre gemacht, eher nicht. Der Cottbuser ist in der achten Klasse sitzengeblieben, der Energie-Trainer schon in der siebten. Schlussfolgerung von Mattuschka: "Da bin ich ja schlauer als Pele."

Weiter im Enthüllungsprotokoll: Wollitz hatte sogar zwischenzeitlich mit dem Fußball aufgehört und war auf dem Weg zum Tischtennis-Weltmeister. In Cottbus hingegen arbeitete Mattuschka an seiner 100-Kilo-Figur. "Ich habe auf dem Dorf meine Tore wie Ronaldo oder Messi geschossen. Danach gab es auch immer einen Stiefel Bier", erinnerte sich der Cottbuser.

Dass Wollitz und Mattuschka trotz aller jugendlicher Wirrungen letztlich aus bewegten Fußballkarrieren berichten konnten, war ein sehr unterhaltsamer Beweis dafür, dass Profi-Karrieren nicht immer ganz geradlinig verlaufen müssen.

Bei Wollitz war es Rudi Assauer, der ihn spät entdeckte. Und Mattuschka setzte sich beim Probespiel vor Eduard Geyer durch. Dass er dessen sächsischen Akzent perfekt imitieren kann, ist eine weitere Erkenntnis des fröhlichen Abends - an dem es aber kurz auch mal ernst wurde: Ex-Trainer Vasile Miriuta wurde scharf kritisiert - doch auch mit Selbstkritik sparten die beiden nicht. Wollitz bezeichnete es als "großen taktischen Fehler", dass er Mattuschka beim Abstiegsspiel gegen Mainz II ausgewechselt hatte. Und der Spieler betonte: "Ich habe in Cottbus nicht das gebracht, was sich der Verein, und auch was ich mir selbst erhofft hatte."

Das Video von der Mattuschka-Lesung am 26. Juli

Wer das Buch nun lesen will, bekommt von Mattuschka noch den Hinweis: "Es ist das zweite Buch das ich komplett durchgelesen habe." Und welches ist der andere Klassiker auf seiner Leseliste? "Feuchtgebiete". Was das jetzt über die Qualität des Buches aussagt, möge jeder selbst bewerten.