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| 17:12 Uhr

Cottbus
Erste Pleite: Wie reagiert Energie?

Viele Diskussionen, viele Fouls, ein Platzverweis: Kevin Scheidhauer (3.v.r.) und der FC Energie erlebten in Meuselwitz ein unangenehmes Spiel.
Viele Diskussionen, viele Fouls, ein Platzverweis: Kevin Scheidhauer (3.v.r.) und der FC Energie erlebten in Meuselwitz ein unangenehmes Spiel. FOTO: WORBSER-Sportfotografie / Mike Worbs
Cottbus. Der FC Energie Cottbus ist am Sonntag gegen Lok Leipzig gefordert – und rotiert darum wieder zur Bestbesetzung zurück. Die Frage ist: Wie gut hat der Spitzenreiter die erste Saison-Niederlage verkraftet?

Von Jan Lehmann
und Frank Noack

Am Ostersonntag gehen  neugierige Blicke in die Lausitz. Alle wollen wissen: Wie reagiert Spitzenreiter Energie Cottbus auf die erste Pleite in dieser Saison? Am Sonntag empfangen die Cottbuser zum ­Regionalliga-Topspiel den 1. FC Lok Leipzig (14.05 Uhr/live im RUNDSCHAU-Ticker) und müssen jenes Gefühl verarbeiten, was sie zuvor zehn Monate nicht mehr hatten: Das Gefühl einer Viertliga-Niederlage.

Das 1:2 am Mittwoch in Meuselwitz ist sicher kein Beinbruch und gegen Lok wollen die Cottbuser wieder zeigen, wie der Hase in dieser Liga hoppelt. „Wir werden das am Sonntag besser machen“, hatte FCE-Kapitän Marc Stein direkt nach Spielende in Meuselwitz kämpferisch erklärt.

Und dennoch darf man gleich doppelt gespannt sein: Einerseits darauf, wie die Cottbuser diese Niederlage mental verarbeiten und ob sie dem Verfolger BFC Dynamo mit einer längeren Schwächephase womöglich doch noch einmal Hoffnungen auf den Meistertitel machen. Und andererseits ist es interessant, wie Trainer Claus-Dieter Wollitz reagiert. Der FCE-Coach hatte die Elf in Meuselwitz gleich auf acht Positionen verändert.

Diese Rotation hatte er zuvor schon so angedeutet, weil Energie nun innerhalb von fünf Wochen zehn Spiele absolvieren muss. Dass sie so radikal ausfiel, war zumindest überraschend – aber nicht unbedingt ausschlaggebend für die Niederlage. So sorgte beispielsweise Felix Geisler auf der linken Außenbahn für Belebung und das neu formierte Dreieck im Mittelfeld mit Marcelo sowie Paul Gehrmann und Alexander Siebeck bekam ein Lob vom Trainer: „Wie wir im Zentrum gespielt haben, speziell in der 1. Halbzeit, war schon höheres Niveau.“

Bleibt Wollitz nun bei dieser Radikal-Rotation? Die Antwort lautet ganz klar: Jein. Der Cottbuser Coach sagt, dass gegen Leipzig die stärkste Elf spielen soll. Er begründet: „Wir wollen natürlich die Spiele gewinnen, außerdem gibt es ja auch Siegprämien. Dass Spieler wie Zimmer, Viteritti, Mamba, Weidlich und Startsev am Sonntag zurückkehren, ergibt sich von selbst – unabhängig vom Ergebnis gegen Meuselwitz.“

Und dennoch ist die Rotation damit keineswegs beendet. Der Trainer erklärt: „Wir müssen dahin kommen, dass 15, 16 Spieler auf hohem Niveau spielen. Da hat man dann ganz andere taktische Möglichkeiten.“ Heißt: Die Geislers, Siebecks oder Gehrmanns bekommen weiterhin ihre Einsatzchancen.

Trotz der ersten Saisonniederlage bleiben natürlich die Aufstiegsspiele Ende Mai das große Ziel von Energie – und dafür soll die Mannschaft bestmöglich vorbereitet werden. Wollitz warnt zwar davor, den Meistertitel schon zu früh als sicher anzusehen. Doch der Coach glaubt nicht, dass sein Team sich vom ersten Misserfolg aus der Spur bringen lässt. Er betont: „Wir dürfen uns nach der Niederlage jetzt nicht verrücktmachen lassen, sondern müssen am Sonntag mit frischen Leuten die richtige Antwort geben.“

Sperren: Kevin Scheidhauer darf nach Gelb-Rot in Meuselwitz am Sonntag nicht mitwirken. Malte Karbstein ist wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt.

Interesse: Energie Cottbus soll laut „Ostthüringer Zeitung“ an René Eckardt (28), Kapitän von Carl Zeiss Jena, interessiert sein. Demnach ebenfalls im Rennen: Hallescher FC und ­Wacker Nordhausen.

Aufstellung 27. Spieltag
Aufstellung 27. Spieltag FOTO: LR