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Der Beste wird bestraft

Kommentar. Man stelle sich vor, in der Bundesliga wären 34 Spieltage rum, Dortmund hätte mit zwei Punkten Rückstand hinter den Bayern die Meisterschaft verpasst, Schalke würde ein Zähler für die internationalen Plätze fehlen, der HSV wäre gerade auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und die DFL würde eine Umfrage starten, ob noch jemand ein paar Wochen weiterspielen möchte. Selbst wenn eine Mehrheit zustande käme, steht zu vermuten, dass ein solcher Antrag vor keinem Sportgericht der Welt Bestand hätte. Steven Wiesner

Insofern darf man auch die Spielplanänderung des Fußballkreises skeptisch betrachten. Die Verantwortlichen wollten die Vereine vor einer derartigen Entscheidung hören. Das ist lobenswert. Demokratie macht in diesem Fall aber keinen Sinn, weil es nicht schwer ist, eine Mehrheit in einer Liga zu bekommen, in der acht von neun Teams ihre Ziele nicht erreicht haben. So wird am Ende nur der bestraft, der über das Jahr die besten Leistungen gezeigt hat.