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| 11:37 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Wollitz dankt dem Publikum

Energie Cottbus gewinnt gegen Union Fürstenwalde FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der FC Energie Cottbus gewinnt auch gegen Union Fürstenwalde und feiert am Sonntag bereits seinen 23. Saisonsieg. Ein Doppelwechsel zur Pause war entscheidend. Die RUNDSCHAU fasst das Spiel im Schnellcheck zusammen. Von Jan Lehmann

So fielen die Tore: Maximilian Zimmer schaltete am schnellsten, als sich Fürstenwaldes Keeper Niklas Bolten und ein FSV-Verteidiger nicht einigen konnten. Zimmer stibitzte den Ball und dribbelte ihn locker zum 1:0 (7.) über die Linie. Beim Ausgleich konnte die Cottbuser Hintermannschaft einen langen Einwurf von Filip Krstic nicht richtig verteidigen. Am langen Eck stand Fürstenwaldes Rico Gladrow frei. Er zog direkt ab und traf zum 1:1 (12.). Direkt nach der Pause war Kevin Scheidhauer zum 2:1 (47.) zur Stelle, als FSV-Keeper Bolten einen Schuss von Streli Mamba nur nach vorn abwehren konnte. Das 3:1 (54.) erzielte Fabio Viteritti per Foulelfmeter. Er schoss den Ball halbhoch in die Maschen, nachdem er zuvor Maximilian Zimmer so gekonnt im Strafraum bedient hatte, dass der von Fürstenwaldes Awassi regelwidrig gestoppt wurde. Das 4:1 durch Kevin Scheidhauer (82.) entsprang einem Konter. Die Vorlage von Mamba war zwar etwas in den Rücken gespielt. Doch der Neuzugang legte sich den Ball zurecht und schoss ihn ins rechte Eck.

So ging Energie ins Spiel: Den gelb-rotgesperrten Andrej Startsev ersetzte Marcel Baude auf der Rechtsverteidigerposition. Dass Alexander Siebeck in die Startelf rückte, war keine Überraschung. Das hatte Trainer Claus-Dieter Wollitz bereits so angekündigt. Eigentlich war auch zu erwarten gewesen, das Felix Geisler eine neue Bewährungschance nach seiner frühen Auswechslung im Spiel bei Hertha BSC bekommen würde. Doch er saß vorerst auf der Bank. Streli Mamba kehrte nach muskulären Problemene zumindest in den Kader zurück. Tim Kruse fehlte wegen Wadenproblemen. Der Brasilianer Marcelo fehlte wegen einer Nervenverletzung an der Wade, wegen der er seinen Zeh nicht richtig bewegen kann. Ebenfalls nicht dabei war Fabian Graudenz nach seinem Innenbandriss. Für die beiden Langzeitverletzten Björn Ziegenbein (Reha nach Knie-Operation) sowie Benjamin Förster (Leisten-Operation) ist die Saison ohnehin bereits beendet.

So verlief die Partie: Mit dem frühen Führungstor durch Maximilian Zimmer (7.) schien Energie die Partie früh an sich zu reißen. Doch nachdem Fürstenwalde mit dem ersten Angriff schnell zum Ausgleich durch Rico Gladrow (12.) kam, wurde es eine offene Partie. Energie hatte zwar einige Chancen, die besten durch Paul Gehrmann (18.) und Fabio Viteritti (21.). Doch auf der Gegenseite war Fürstenwalde dem Führungstreffer sogar näher. Mit einer Rettungstat kurz vor der eigenen Torlinie (44.) bewahrte Lasse Schlüter den FCE vor einem Rückstand zur Pause.

Die Gäste traten forsch auf und beschränkten sich bei Weitem nicht nur auf die Verteidigung. Damit musste Energie erst einmal umgehen. Wollitz brachte zur zweiten Halbzeit mit Felix Geisler und Streli Mamba zwei neue Offensivkräfte, und die fügten sich bestens ein. Geisler leitete den ersten Angriff ein und bediente Mamba. Dessen Schuss ließ FSV-Keeper Bolten prallen und Kevin Scheidhauer erzielte das 2:1 (47.). Als Fabio Viteritti dann per Foulelfmeter auf 3:1 (54.) erhöhte, war die Fürstenwalder Gegenwehr geknackt. Der Doppel-Wechsel mit Mamba und Geisler zahlte sich aus. Energie hatte jetzt klarere Angriffe, und kam nach einem Konter und Mamba-Vorlage durch Scheidhauer zum 4:1 (82.).

Das sagen die Trainer:

Matthias Mauksch (Fürstenwalde): „Der Sieg ist verdient, vielleicht in der Höhe ein Tor zu viel. Wir sind nach dem Slapstick-Gegentor ganz gut zurückgekommen. Wir wussten, dass Energie in der 2. Halbzeit versucht, das Spiel zu drehen. Nach dem 2:1 war es gegen diese heimstarke Mannschaft noch schwerer. Der Elfmeter wird gegeben. Aber ich habe da eine andere Auffassung. Im Pokalhalbfinale war es eine ähnliche Situation für uns in der 93. Minute. Das 4:1 war von uns dann auch fast ein Eigentor. Ich wünsche Energie alles Gute und für die entscheidenden Spiele toi, toi, toi.“

Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): „Ich glaube, dass das Ergebnis wirklich um ein Tor zu hoch war. Das lag an der ersten Halbzeit. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon mal so wenig Elan, so wenig Ordnung hatten. Das war alles sehr langsam, sehr unverantwortlich. Durch den Wechsel haben wir gehofft, dass es sich ein bisschen verändert. Es tut mir ein bisschen weh für die beiden Spieler, die runtermussten. Wir haben dann das Spieltempo einfach erhöht. Wir haben auf zwei Stürmer umgestellt und die beiden haben sehr gut harmoniert. Zudem hatten wir dann vier starke Mittelfeldspieler. Und ich möchte danke sagen für die Reaktion des Publikums. Was diese Region auf der Nordwand und auf der West leisten, ist unbezahlbar.“

So sieht die Statistik aus:

Energie Cottbus: Spahic  – ­Baude (46. Mamba), Stein, Matuwila, Schlüter – Gehrmann – Weidlich, Zimmer (77. Zickert), Siebeck (46. Geisler), Viteritti – Scheidhauer.

Union Fürstenwalde: Bolten – Thiel, Awassi, Behling, Krstic – Sejdija – Atici, Gladrow (69. Celik), Bolyki (72. Süß) – Breitfelder (83. Montcheu), Siakam.

Tore: 1:0 Zimmer (7.), 1:1 Gladrow (12.), 2:1 Scheidhauer (47.), 3:1 Viteritti (54.), 4:1 Scheidhauer (82.); Zuschauer: 5121; Schiedsrichter: Lossius (Sondershausen); Gelbe Karten: - / -.

Hier geht es zum Liveticker zum Nachlesen: Energie Cottbus - FSV Union Fürstenwalde

So sieht es in der Tabelle aus: Energie ist unangefochtener Spitzenreiter und kann so gut wie sicher für die Aufstiegsspiele im Mai planen. Da der BFC Dynamo bei Chemie Leipzig eine 0:1-Niederlage kassierte, hat Cottbus jetzt 20 Punkte Vorsprung.

So geht es weiter: Am Mittwoch tritt der FCE zum Nachholspiel beim abgeschlagenen Tabellenletzten FSV Luckenwalde (19 Uhr/RUNDSCHAU-Liveticker bei FuPa Brandenburg)

Energie Cottbus gewinnt gegen Union Fürstenwalde FOTO: Steffen Beyer