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Darum kommt Müller NICHT zu Energie

Für Christian Müller (oben) wird es keine Rückkehr zum FC Energie Cottbus geben. Am Wochenende wurde der Schlussstrich unter diese Personalie gezogen.
Für Christian Müller (oben) wird es keine Rückkehr zum FC Energie Cottbus geben. Am Wochenende wurde der Schlussstrich unter diese Personalie gezogen. FOTO: Kevin Kurek (dpa)
Cottbus. Der Ex-Cottbuser Christian Müller wird nicht zum FC Energie Cottbus zurückkehren. Nach wochenlangen Verhandlungen wurde am Wochenende ein Schlussstrich unter diese Personalie gezogen. Verein und Spieler konnten sich nicht einigen. Jan Lehmann

Zu allererst informierte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz seine Mannschaft über die Entscheidung in der Personalie Christian Müller. Wochenlang schwebte dieser Name über dem Stadion der Freundschaft, sehr gern hätte Wollitz den torgefährlichen Mittelfeldspieler verpflichtet.

Doch er betont: "Das bedeutet nicht, dass ich meinen jetzigen Spielern nicht vertraue. Doch weil wir mit Tim Kruse, Paul Gehrmann und Joshua Putze nur drei zentrale Mittelfeldspieler haben, bin ich der Meinung, dass wir uns auf dieser Position noch absichern müssen."

Diese Absicherung wird allerdings nicht Christian Müller heißen, das bestätigte Wollitz auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Der 32-Jährige, um den Energie wochenlang gebuhlt hatte , konnte sich offenbar nicht mit dem finanziellen Angebot der Cottbuser anfreunden. Der Verein hatte sich und dem Spieler dabei bis zum Sonntag ein Ultimatum gesetzt.

Einer der entscheidenden Faktoren dürfte dabei die Entscheidung des Vereins gewesen sein, in dieser Saison nur Punkt- und Siegprämien auszuzahlen, wenn die Mannschaft tatsächlich auf Rang eins der Regionalliga Nordost landet - also das erklärte Saisonziel erreicht.

Trainer Claus-Dieter Wollitz betonte: "Diese Vorgabe kann und werde ich nicht verändern, es wäre schlichtweg unfair gegenüber allen anderen Spielern." Nun sucht Wollitz weiter - und muss derweil hoffen, dass seine Mannschaft vom Verletzungspech verschont bleibt. Noch neun Regionalliga-Partien stehen bis zur Winterpause an, dann öffnet sich das Transferfenster zum zweiten Mal. Bis dahin kann Energie nur bei vertragslosen Spielern anklopfen - so wie bei Müller. Doch das selbst Akteure ohne Arbeitsplatz nicht so einfach zu verpflichten sind, hat diese Personalie nun deutlich gezeigt.