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Dank Philipp-Transfer: Präsident Wahlich bestätigt Millionen-Einnahme für Energie Cottbus

Maximilian Philipp wechselte im Winter 2013 von Cottbus nach Freiburg.
Maximilian Philipp wechselte im Winter 2013 von Cottbus nach Freiburg. FOTO: dpa
Cottbus. Der Wechsel des früheren Cottbusers Maximilian Philipp vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund ist seit Mittwochmittag perfekt - und damit auch eine Millionen-Einnahme für den FC Energie. Präsident Michael Wahlich hat auf RUNDSCHAU-Nachfrage soeben bestätigt, dass jetzt die viel diskutierte Zehn-Prozent-Klausel greift. Frank Noack

Borussia Dortmund hat Maximilian Philipp verpflichtet. Wie der Fußball-Bundesligist am Mittwoch mitteilte, erhielt der 23 Jahre alte Offensivspieler vom SC Freiburg einen Vertrag bis 2022. Die Ablöse für den U21-Nationalspieler soll laut der Deutschen Presse-Agentur dem Vernehmen nach 15 Millionen Euro plus eine mögliche Erfolgsprämie in Höhe von fünf Millionen Euro betragen. Das Fachmagazin "Kicker" spricht sogar von 20 Millionen Euro als Sockelbetrag.

Auch bei Energie Cottbus sorgt der Wechsel für gute Laune. Präsident Michael Wahlich hat auf Nachfrage der RUNDSCHAU bestätigt, dass der Regionalligist knapp zehn Prozent der Ablösesumme bekommt. Eine entsprechende Klausel hatte sich Energie festschreiben lassen, als Philipp im Winter 2013 von Cottbus nach Freiburg wechselte. "Ja, es gibt diese Klausel", erklärt Wahlich.

Mit der Verpflichtung von Philipp will der DFB-Pokalsieger die Lücke schließen, die durch den rund viermonatigen Ausfall des am Kreuzband verletzten Marco Reus entstanden ist. "Er ist im offensiven Mittelfeld vielseitig einsetzbar, abschlussstark und hat eine glänzende Perspektive", kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Für den schnellen und technisch beschlagenen Offensivallrounder Philipp hatten sich auch RB Leipzig und Tottenham Hotspur interessiert. "Der BVB ist einer der größten Vereine weltweit. Es ist für mich eine Ehre, hier spielen zu dürfen. Ich denke, mit 23 Jahren reif und alt genug zu sein, diesen Schritt wagen zu können", sagte Philipp.

Der gebürtige Berliner, der seit Januar 2013 für den Sportclub Freiburg spielte, bestritt insgesamt 81 Erst- und Zweitligapartien für den SC. Dabei erzielte er 18 Tore und bereitete 17 vor. Er ist nach Ömer Toprak (Bayer Leverkusen), Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach) und Dan-Axel Zagadou (Paris St. Germain) der vierte BVB-Neuzugang für die kommende Saison.

Und was macht Energie Cottbus mit dem Transfer-Erlös? "Diese zusätzliche Einnahme ist eine schöne Sache. Aber wir machen deswegen nicht gleich Freudentänze. Wir werden mit dem Geld verantwortungsbewusst umgehen und versuchen, den Verein weiter betriebswirtschaftlich zu stabilisieren", erklärt Wahlich mit Blick auf die Verbindlichkeiten in Höhe von knapp sieben Millionen Euro. Für die kommende Saison ist ein Etat von etwa 1,3 Millionen geplant.