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| 14:20 Uhr

Fußball
Cottbuser Oberbürgermeister verlässt Energie-Verwaltungsrat

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das kommt überraschend: Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch tritt aus dem Verwaltungsrat von Energie Cottbus zurück. Sein Nachfolger ist ein alter Bekannter. Von Jan Lehmann

Mit sofortiger Wirkung habe Holger Kelch sein Amt im Verwaltungsrat niederlegen wollen, teilte der FC Energie am Mittwoch mit. Der Verwaltungsratsvorsitzende Matthias Auth kam dieser Bitte entgegen und schloss die entstandene Lücke mit einem alten Bekannten. Frank Szymanski, Kelchs Vorgänger auf dem Posten des Oberbürgermeisters und auch im FCE-Verwaltungsrat wurde kooptiert – also von den anderen Mitgliedern des Gremiums aufgenommen.

Zum Verwaltungsrat gehören neben Auth und Kelch nun weiterhin Axel Harnath, Chefarzt vom Sana-Herzzentrum, Matthias Plass als Vertreter vom FCE-Sponsor EnviaM und Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger.

Holger Kelch wird in der Vereinsmitteilung mit lobenden Worten zitiert: „Mit ganz viel Arbeit, Fleiß, Zusammenhalt, einem tollen Cheftrainer, einer wirklichen Mannschaft, engagierten Mitarbeitern in der Geschäftsstelle und den ehrenamtlich tätigen Gremienmitgliedern haben wir uns vor etwas mehr als drei Monaten für unser aller Mühen belohnt. Wir konnten gemeinsam mit den Fans und einer ganzen Region den Aufstieg in die 3. Liga feiern“, so der Cottbuser OB.

Warum er so kurzfristig das Gremium verlässt, blieb offen. Kelch betonte: „Als ich mich im Frühjahr 2015 bereit erklärt habe, in einer der schwierigsten Phasen den Verein zu unterstützen, habe ich immer betont, dass ich mich so lange einbringen möchte und werde, wie der FC Energie mich braucht. Nunmehr ist ein Zeitpunkt erreicht, an dem meine Unterstützung im Verein nicht mehr ganz so nötig ist und ich mein Amt als Verwaltungsratsmitglied ohne schlechtes Gewissen zur Verfügung stellen kann.“

Angesichts der finanziellen Nöte, die von Vereinspräsident Michael Wahlich oder Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz immer wieder hervorgebracht werden, ist diese Aussage zumindest überraschend.

Vom Verwaltungsratsvorsitzenden Matthias Auth gab es dafür dennoch Verständnis: „„Verbunden mit dem allergrößten Dank für die Unterstützung, den Einsatz und vor allem der unschätzbaren Einbringung von Rat und Tat durch Holger Kelch, respektieren wir im Wissen, dass er uns auch weiterhin die Treue halten wird, den gefassten Entschluss das Amt im Verwaltungsrat niederzulegen und haben den Rücktritt entsprechend angenommen. Zugleich haben wir mit Frank Szymanski einen erfahrenen Mistreiter gefunden, der bestens in der Region und dem Land Brandenburg vernetzt ist und bereits früher dem Verwaltungsrat des FC Energie angehörte.“