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Cottbuser Charakterspiele mit Wackelkandidaten

Mit wem geht Energie auch in die kommende Saison? Trainer Krämer will genau hinschauen.
Mit wem geht Energie auch in die kommende Saison? Trainer Krämer will genau hinschauen. FOTO: Noack
Cottbus. Energie-Trainer Stefan Krämer hat für die Begegnung mit den Stuttgarter Kickers (Samstag, 14 Uhr) und die folgenden Drittliga-Partien "Charakterspiele" ausgerufen. Nach dem abgehakten Aufstieg will er keinesfalls Sommerfußball sehen. Stattdessen schaut er bei einigen Wackelkandidaten genauer hin. Jan Lehmann

Die Ansage von Roland Benschneider war deutlich: Man habe zu viel Mittelmaß im Kader, so der Sportliche Leiter von Energie im RUNDSCHAU-Interview. Deswegen sollen Verstärkungen her, dafür müsse wiederum der Kader verkleinert werden. Energie will in den kommenden Wochen entscheiden, wer auch in der nächsten Saison eine echte Stütze sein kann.

Naturgemäß sind dabei vor allem jene Spieler Wackelkandidaten, deren Verträge auslaufen. Während bei Fanol Perdedaj die Sache spätestens Anfang kommender Woche klar sein wird - dann will der Kosovare seine Entscheidung über das Vertragsangebot verkünden - ist bei anderen Profis die Zukunft offen.

Die Ausgangspositionen sind unterschiedlich: Torhüter Kevin Müller will Energie unbedingt behalten, muss für ihn aber Ablöse zahlen. Verteidiger Patrick Wolf kann sich hingegen wenig Hoffnungen auf einen neuen Vertrag machen. Obwohl er in der Mannschaft ein hohes Ansehen hat, kam er in dieser Saison bisher nur auf eine späte Einwechslung (90.) im Spiel bei Preußen Münster. Jetzt ist der Sohn von Ex-Trainer Wolfgang Wolf auch noch verletzt - keine guten Vorraussetzungen.

Auf der Kippe stehen derweil Anton Makarenko und Leonhard Kaufmann. Bei beiden läuft der Vertrag aus, beide spielen in den kommenden Wochen quasi auf Bewährung. In den ausstehenden fünf Drittliga-Partien sowie dem Landespokalfinale können sie zeigen, dass sie nicht zum von Benschneider kritisierten Mittelmaß gehören. Trainer Stefan Krämer macht allerdings Mut: "Sicherlich müssen wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten bleiben. Aber das heißt nicht, dass wir den einen oder anderen auslaufenden Vertrag nicht trotzdem verlängern."