ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:07 Uhr

Energies Mittelfeldspieler spricht über seine emotionale Rückkehr
Bohl: „Wir haben Halle auseinander genommen“

 Daniel Bohl (l.) und Energie waren in Halle obenauf.
Daniel Bohl (l.) und Energie waren in Halle obenauf. FOTO: imago images / VIADATA / via www.imago-images.de
Cottbus. Für Daniel Bohl (24) war es nicht nur wegen des 3:2-Sieges von Energie Cottbus beim Halleschen FC eine emotionale Rückkehr. Im RUNDSCHAU-Interview spricht der Mittelfeldspieler über seine Gefühlslage. Von Frank Noack

Daniel Bohl, war es für Sie ein besonderes Spiel gegen den Ex-Verein?

Ja, es war natürlich ein besonderes Spiel. Und es war schwer, nicht zu emotional zu werden. Ich habe schon in der Vorbereitung gemerkt, dass ich etwas nervöser war als sonst. Aber die Jungs haben mich in dem für mich sehr schwierigen Spiel super unterstützt. Sie haben mich gerettet.

Wie meinen Sie das?

Vor dem zweiten Gegentor habe ich einen Fehler gemacht und insgesamt sicher auch nicht meine beste Leistung abgerufen. Aber damit kann ich leben – wir haben 3:2 gewonnen. Dass wir in der Nachspielzeit noch das Tor machen, war ein geiles Gefühl. Dazu gehört zwar auch Glück, aber dieses Glück haben wir uns verdient.

Sie kennen Halle sehr genau. Haben Sie bei der Spielvorbereitung taktische Tipps gegeben?

Taktisch bin ich ja nicht auf den Kopf gefallen. Deshalb haben wir die Mannschaft von Halle im Vorfeld natürlich auseinander genommen. Wir wollten kompakt stehen, weil wir wussten, dass die Eins-gegen-eins-Situationen gegen schnelle Spieler wie Braydon Manu und Marvin Ajani schwer zu verteidigen sind. Sie sind Ausnahmespieler in der 3. Liga.

Der Plan ist aufgegangen, oder?

Am Anfang hat es nicht so gut funktioniert. Später haben wir es dann besser hinbekommen. Klar, wir haben meine Detailkenntnisse schon ein wenig genutzt. Auch in der Offensive haben die Jungs das super gemacht und die nötigen Räume in der Abwehr von Halle gefunden.

Was bedeutet dieser Sieg mit Blick auf die Tabelle?

Ich bin ein Freund davon, gar nicht so viel auf die Tabelle zu schauen. Wir tun gut daran, wenn wir auf uns gucken. Trotzdem ist es schön, dass wir nun wieder an den Nichtabstiegsrängen dran sind. Wir dürfen uns aber nicht damit zufrieden geben, sondern müssen weiter Gas geben und bis zum letzten Spieltag alles raushauen. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir die Klasse halten.