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Cottbus
Boakye bedankt sich beim Team: „Bin nicht allein“

Gabriel Boakye dreht nach dem Tor jubelnd ab.
Gabriel Boakye dreht nach dem Tor jubelnd ab. FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch / imago/Matthias Koch
Cottbus. „Allein, allein.“ Der bekannteste Song der Popgruppe Polarkreis 18 aus Dresden könnte glatt auch für Gabriel Boakye geschrieben worden sein. Denn der 19-jährige Youngster ist aktuell der einzige fitte Stürmer von ­Energie Cottbus. Am Samstag beim 1:0 (1:0)-Sieg gegen Viktoria Berlin erzielte Boakye sein drittes Saisontor in dieser Regionalliga-Saison und avancierte damit in der 35. Minute zum Matchwinner. Allein, allein? Stimmt nicht, beteuert der ge­bürtige Kanadier: „Es ist zwar schwierig als einziger Stürmer, aber ich bin doch nicht allein auf dem Platz. Die ­ganze Mannschaft hilft mir.“

Seine Ausbeute  wird immer ­besser. In den vergangenen fünf Pflichtspielen inklusive Landes­pokal hat Boakye vier Mal getroffen.

Dabei ist der Stürmer eigentlich gar kein Stürmer, sondern wurde in der Abwehr ausgebildet. „Von seinen 19 Jahren hat er 18,5 Jahre als Rechtsverteidiger gespielt“, ­beschreibt Energie-Trainer Claus-Dieter ­Wollitz scherzhaft die Umschulungsmaßnahme für Boakye, die na­türlich noch lange nicht beendet ist. ­Seine Stärken hat der Kanadier vor allem in der Balleroberung – ­gelernt ist eben gelernt als Verteidiger. Im Spiel mit Ball sieht Wollitz noch viel Luft nach oben: „Da wollen wir ihn in den nächsten Wochen und Mo­naten weiterentwickeln.“

Auch am Samstag im Spiel bei der VSG Altglienicke (13.30 Uhr) mit Boubacar Sanogo wird Boakye wieder dabei sein – zwar als einziger Stürmer im Cottbuser Kader, aber eben doch nicht allein.