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Bittroff beim Premium-Aufsteiger

Alexander Bittroff (28) tauscht das Trikot des Chemnitzer FC mit dem des KFC Uerdingen.
Alexander Bittroff (28) tauscht das Trikot des Chemnitzer FC mit dem des KFC Uerdingen. FOTO: img1
Krefeld/Senftenberg. Der Senftenberger Alexander Bittroff versucht sein Glück nun in der Fußball-Regionalliga West. Der ehemalige Energie-Profi wechselt vom Drittligisten Chemnitzer FC zum KFC Uerdingen – und wird dort Teil eines echten Premiumkaders. Jan Lehmann

Mit Christian Dorda (Hansa Rostock), Marcel Reichwein (Vfl Wolfsburg II), Mario Erb (Rot-Weiß Erfurt) oder Christopher Schorch (FSV Frankfurt) hat sich der Regionalliga-Aufsteiger namhaft verstärkt - der ehemalige Cottbuser Charles Takyi oder der zweitliga-erfahrene Timo Achenbach gehörten zuvor schon zum Kader. Neuer Trainer ist Michael Wiesinger, der zuletzt mit dem SV Elversberg in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga an Unterhaching gescheitert ist.

Bittroff unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag. Der Senftenberger ist im Nachwuchs des FC Energie groß geworden ist und gab einst im August 2009 unter Trainer Claus-Dieter Wollitz sein Zweitliga-Debüt im Stadion der Freundschaft, mit einem Tor beim 3:1-Auftaktsieg gegen den FC Augsburg. Nach den Stationen FSV Frankfurt und Chemnitzer FC ist er nun an der Grotenburg gelandet. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärte der 28-Jährige: "Ich hatte ein positives Gespräch mit den Verantwortlichen, welches mich sehr inspiriert hat. Die Vorstellungen und Ziele des Vereins klingen wirklich vielversprechend. Ich denke, dass wir sehr gut zusammen passen. Es wird sicher eine spannende Zeit, auf die ich mich sehr freue."

Das könnte tatsächlich spannend werden. Insgesamt kamen bisher zehn neue Spieler zum KFC, in der Regionalliga West werden die Krefelder schon als Meisterschaftskandidat gehandelt. Das alles möglich macht der russische Unternehmer Mikhail Ponomarev mit seinem Geld.

Laut dem Internetportal Mein-Krefeld.de ist Ponomarev Vorstandsvorsitzender des größten russischen Beratungsunternehmens in Management Consulting und Informationstechnologien. Energy Consulting beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Moskau.

Bei seiner Inthronisierung vor einem Jahr hatte Ponomarev erklärt: "Wir wollen möglichst viel Umsatz mit Fan-Artikeln, Catering und den Eintrittspreisen machen, und den Rest bezahle ich." Der Russe strebt hohe Ziele an. Sein Masterplan: In zwei Jahren soll der KFC zu den besten 54 Clubs in Deutschland gehören - das wäre dann die 3. Liga.