ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:54 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Bittere Lehrstunde für jugendlichen FCE

 Eine Nummer zu groß für den FC Energie Cottbus waren am Samstag die Wiesbadener, so wie hier Jeremias Lorch (l.) im Vergleich mit Felix Geisler.
Eine Nummer zu groß für den FC Energie Cottbus waren am Samstag die Wiesbadener, so wie hier Jeremias Lorch (l.) im Vergleich mit Felix Geisler. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der FC Energie Cottbus hat den Drittliga-Auftakt im Jahr 2019 verloren. Gegen den SV Wehen Wiesbaden gab es eine 2:3-Niederlage für die deutlich verjüngte Mannschaft. Die RUNDSCHAU fasst das Spiel im Schnellcheck zusammen. Von Jan Lehmann

So fielen die Tore: 0:1 Lorch (5.) Der Wehener Angriff schien schon abgewehrt, Energie protestierte wegen vermeintlichen Abseits. Doch der Ball flipperte dann durch den Cottbuser Strafraum und Lorch traf ins Netz.

0:2 Hansch (9.) FCE-Verteidiger José-Junior Matuwila rutschte aus, dann hatte Hansch frei Bahn.

0:3 Hansch (33.) Die Wiesbadener Neuverpflichtung, die 2015 noch bei Budissa Bautzen gespielt hatte, spitzelte eine Freistoßflanke ins Dreiangel des Cottbuser Tores.

1:3 Scheidhauer (82.) Der eingewechselte Angreifer vollendete mit einer Direktabnahme, nachdem Broschinski den Ball in den Strafraum gebracht hatte.

2:3 Mamba (89.) traf im Nachschuss per Elfmeter.

So ging Energie ins Spiel: Trainer Claus-Dieter Wollitz setzte notgedrungen auf eine extrem verjüngte Mannschaft. Mit Torhüter Avdo Spahic (21 Jahre), Leon Schneider (18), Philipp Knechtel (22), Jonas Zickert (21), Felix Geisler (21) und Moritz Broschinski (18) standen gleich sechs ehemalige Akteure aus dem Cottbuser Nachwuchsleistungszentrum in der Startelf. Mit Kevin Scheidhauer, Streli Mamba oder Fabian Holthaus saßen vermeintliche Stammspieler derweil vorerst auf der Bank.

Mit Tim Kruse (Achillessehnenanriss), Daniel Stanese (Mittelfußbruch), Niklas Geisler (Außenbandriss), Maximilian Zimmer (Kreuzbandriss), Fabio Viteritti (Außenbandriss), Marcelo (Innenbandanriss), Paul Gehrmann (Schulterverletzung) und Kevin Weidlich (muskuläre Probleme) fehlen gleich acht Spieler. Zudem war es das erste Spiel ohne Kapitän Marc Stein, der nach seinem überraschenden Abschied am Freitag einen Vertrag beim VfB Stuttgart II unterschrieben hatte.

So verlief das Spiel: Der Fußballgott meinte es nicht gut mit dem FCE. Die ersten beiden echten Angriffe der Gäste landeten sofort im Cottbuser Tor. Lorch (5.) und Hansch (9.) trafen früh zum 0:2 – eine eiskalte Dusche für die junge Cottbuser Mannschaft. Bei beiden Gegentoren wurde deutlich: Ohne Organisator Stein bekommt die Cottbuser Abwehr in der 3. Liga arge Probleme. Danach war der FCE völlig von der Rolle. Schneider und Zickert mühten sich, im Mittelfeld etwas für Ordnung zu sorgen. Doch die Gäste waren einfach deutlich abgeklärter, spielten strukturiert und legten sich den FCE zurecht. Als Kyereh dann an der Außenlinie einen Freistoß und die gelbe Karte für Andrej Startsev provozierte, regten sich die Cottbuser fürchterlich auf. Wiesbaden hingegen nutzte die Chance, Hansch spitzelte die Freistoßflanke von Schmidt ins Netz (33.).

Energie Cottbus gegen Wehen Wiesbaden FOTO: imago/Steffen Beyer / Steffen Beyer

Keine Frage: Wehen Wiesbaden war einfach eine Klasse besser, Energie wirkte zeitweise überfordert. Das änderte sich nach dem Wechsel zumindest optisch etwas. Mit Colin Raak und später Kevin Scheidhauer brachte Wollitz zwei frische Offensivkräfte, der FCE entwickelte etwas mehr Schwung. Raak hatte in der 59. Minute eine gute Torchance, konnte den Ball am langen Pfosten aber nicht richtig kontrollieren. In der 66. Minute war der Youngster dann zu zaghaft, als er im Strafraum zum Schuss kam. Energie drängte auf das Ehrentor, und wurde belohnt. Scheidhauer traf mit einer Direktabnahme, nachdem Broschinski den Ball in den Strafraum gebracht hatte (82.). Das war der Lohn für viel Einsatz in der zweiten Halbzeit, Wehen Wiesbaden hatte da schon einen Gang runtergeschaltet. Als Streli Mamba dann in der 89. Minute einen Handelfmeter im Nachschuss zum 2:3 ins Tor brachte, kam noch einmal kurz Hoffnung auf. Doch es reichte nicht mehr zum Sieg. Eine bittere Lehrstunde für den FCE, der in den ersten zehn Minuten das Spiel abgegeben hatte.

So sieht die Statistik aus: Energie Cottbus – SV Wehen Wiesbaden 2:3

Cottbus: Spahic – Startsev, Knechtel, Matuwila, Schlüter – Zickert (46. Raak), Schneider – Bender (55. Scheidhauer), Rangelov (65. Mamba), Geisler – Broschinski

Wehen Wiesbaden: Kolke - Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Dittgen - Lorch, Titsch Rivero (67. Gül) - Schmidt, Kyereh - Schäffler (54. Schwadorf), Hansch (78. Brandstetter)

Tore: 0:1 Lorch (5.), 0:2 Hansch (9.), 0:3 Hansch (33.), 1:3 Scheidhauer (82.), 2:3 Mamba (89.), Zuschauer: 4517; Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg); Gelbe Karten: Startsev, Raak, Schneider / Titsch Rivero, Dams

Der RUNDSCHAU-Liveticker zum Nachlesen: Energie Cottbus – SV Wehen Wiesbaden

So geht es weiter: Am kommenden Sonntag tritt der FC Energie bei der Spielvereinigung Unterhaching an. Das Hinspiel endete 2:2 – beide Cottbuser Treffer in der Schlussphase erzielte damals Kapitän Marc Stein.