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Fußball
Babelsberger Trainer wütet wegen Pokalfinale

Babelsbergs Trainer Almedin Civa war am Sonntag stocksauer.
Babelsbergs Trainer Almedin Civa war am Sonntag stocksauer. FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch / Matthias Koch
Potsdam. Der Termin des Pokal-Endspiels zwischen Babelsberg und Energie Cottbus sorgt weiter für Zündstoff. Das beweist der Wutausbruch von SVB-Trainer Civa nach dem Spiel am Sonntag. Am Dienstag könnte eine Entscheidung fallen. Von Jan Lehmann

Wann findet das ­Landespokal-Finale zwischen dem SV Babelsberg und Energie Cottbus statt? Diese Frage brachte am Sonntag den Babelsberger Trainer Almedin Civa mächtig auf die Palme. Er wütete in einem verärgerten Monolog gegen die Medienvertreter, weil die seiner Meinung nach mit derlei Fragen diesem Pokalspiel „zu viel Brisanz“ verleihen würden.

Dabei ist die Frage angebracht, denn noch immer steht der Termin nicht fest. Energie-Präsident Michael Wahlich berichtete im Karl-Liebknecht-Stadion davon, dass es nun am Dienstag eine entscheidende Runde mit Vertretern des SV Babelsberg sowie des Fußball-Landesverbandes (FLB) geben wird. Energie hat eine Verlegung des für den 21. Mai angesetzten Spiels beantragt, weil die Cottbuser aller Wahrscheinlichkeit nach am 24. und 27. Mai in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga im Einsatz seien werden.

Civa schimpfte nun verärgert: „Mir ist egal, wann wir spielen. Der Verband soll einen Pokal hinstellen und los geht es.“ Doch so einfach ist das eben nicht. FLB-Präsident Siegfried Kirschen erklärte gegenüber der RUNDSCHAU:  „Der Pfingstmontag ist eigentlich ein fester Termin, der mit allen Landesverbänden, dem DFB und der ARD vereinbart worden ist. Es muss schon besondere Umstände geben, damit ein solcher Termin verändert werden kann. Dazu gehören immer zwei Parteien.  Wir werden am Dienstagmorgen mit beiden Vereinen an einem Tisch sitzen und eine Lösung finden.“

Präsident Kirschen verdeutlichte, dass für ihn auch das Ergebnis der Auslosung der Aufstiegsspiele eine Rolle gespielt habe. Er sagt: „Es konnte da ja auch passieren, dass uns eine Mannschaft zugelost wird, die ebenfalls im Pokalfinale steht. Das ist im Grunde fast geschehen, weil Weiche Flensburg gute Chancen hat, im Norden Meister zu werden.“ Der FLB-Präsident betonte, dass er mit seinem Kollegen aus der Nord-Staffel schon Kontakt aufgenommen habe – und dass es in beiden Verbänden aus Fairnessgründen eine gleichlautende Lösung geben werde.

Heißt: Wenn das Brandenburger Endspiel verschoben werden soll, dann muss wohl auch das beim Schleswig-Holsteiner-Verband verschoben werden. Der Hamburger SV II und VfL Wolfsburg II, die beide mit den Flensburgern in der Nordstaffel um die Meisterschaft kämpfen, sind für den Landes­pokal nicht zugelassen.

Nach RUNDSCHAU-Informationen könnte eine Verlegung aber auch an Sicherheitsbedenken scheitern. Es gilt als nicht sehr wahrscheinlich, dass es von der Polizei die Zustimmung für ein Abendspiel zwischen den beiden als verfeindet geltenden Fanlagern im Karl-Liebknecht-Stadion geben wird.