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| 14:53 Uhr

Interview mit Energies Aufstiegsheld Iven Löffler
„Jetzt stürzen wir uns ins Bundesliga-Abenteuer“

 Außenbahnspieler Iven Löffler (r.) bezwang Hansa Rostock im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Bundesliga (2:0) quasi im Alleingang.
Außenbahnspieler Iven Löffler (r.) bezwang Hansa Rostock im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Bundesliga (2:0) quasi im Alleingang. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Kleinste war der Größte am finalen Spieltag der U19-Regionalliga: Mit seinen beiden Treffern gegen den FC Hansa Rostock bugsierte der eher kleingewachsene, dafür aber wieselflinke Außenbahnspieler Iven Löffler den FC Energie Cottbus quasi im Alleingang in die Bundesliga. Von Georg Zielonkowski

Die RUNDSCHAU sprach mit dem Doppeltorschützen.

Iven, wie fühlt man sich als Held des Tages?

Iven Löffler Auch nicht anders als sonst. Aber ich würde lügen, wenn ich abstreiten würde, dass ich auch ein wenig stolz bin. Trotzdem ist es bei uns nicht so wichtig, wer die Tore macht, sondern dass wir alle zusammen gut harmonieren und möglichst viele Punkte holen. Heute war Moritz Broschinski wegen seiner verletzten Wade nicht dabei. Da war es halt okay, dass ich ihn quasi als Torschütze vertreten habe. So können wir jetzt alle zusammen schön unser Meisterstück feiern.

Stehst Du nun als Aufstiegsheld in der Pflicht, Deine Jungs getränkemäßig zu verwöhnen?

 Energies Doppeltorschütze Iven Löffler mit dem Meisterpokal der U19-Regionalliga Nordost.
Energies Doppeltorschütze Iven Löffler mit dem Meisterpokal der U19-Regionalliga Nordost. FOTO: Georg Zielonkowski

Löffler Ich habe schon gehört, dass die Jungs da was erwarten. Aber meine Mutter, die jedes Spiel von uns besucht, hat mir schon gesagt, dass sie ganz stolz auf mich ist und sie mich bei der Runde, die ich ausgeben werde, unterstützt.

Als vor zwei Jahren die B-Jugend in die Bundesliga aufgestiegen ist, warst Du bereits Mitglied einer Bundesliga-Aufsteiger-Mannschaft. Es hat sich richtig gelohnt, an die Spree zu wechseln, oder?

Löffler Bevor ich 2017 nach Cottbus kam, hatte ich in Auerbach und Plauen gespielt, davor von der U14 bis zur U16 im Nachwuchs bei Erzgebirge Aue. Beim Länderpokal in Duisburg hat mich Herr König (Nachwuchsleiter Sebastian König/d. Red.) gesichtet und für einen Wechsel zum FCE begeistert. Darauf habe ich mich eingelassen und bin hier in Cottbus sehr zufrieden. Nicht nur wegen der beiden Aufstiege, grundsätzlich fühle ich mich wohl.

Du gehörst zum jüngeren Jahrgang und kannst weiter in der U19 spielen. Tun Dir Deine Mitspieler leid, die zwar aufgestiegen sind, aber dennoch keine Bundesliga-Einätze bekommen?

Löffler Ich bin jetzt 17 Jahre alt und bleibe bei der U19. Aber es ist halt immer Schicksal, auch vor zwei Jahren bei dem U17-Aufstieg war es ähnlich. Aber jetzt sind wir doch ein Großteil der Aufsteiger, die sich ins Bundesliga-Abenteuer stürzen und dabei hoffentlich eine gute Rolle spielen können.