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Aufstehen – und weiterspielen!

Benjamin Förster und der FCE kamen am Mittwoch in Leipzig zu Fall. Können sich die Lausitzer nun gegen Auerbach wieder aufrappeln?
Benjamin Förster und der FCE kamen am Mittwoch in Leipzig zu Fall. Können sich die Lausitzer nun gegen Auerbach wieder aufrappeln? FOTO: Picture Point/pfr1
Cottbus. Aufstehen – und weiterspielen! Das ist die klare Ansage beim FC Energie Cottbus vor dem Spiel am Sonntag gegen den VfB Auerbach (13 Uhr, Stadion der Freundschaft). Nach der Niederlage am Mittwoch gegen RB Leipzig II will man gar nicht lange Trübsal blasen. Jan Lehmann

Energie-Präsident Michael Wahlich konstatiert: "Leipzig hat uns die Grenzen aufgezeigt, aber verlieren ist erlaubt." Entscheidend sei, dass man sich von der Niederlage nicht aus dem Konzept bringen lasse.

Trainer Claus-Dieter Wollitz ist guter Dinge. Er betonte am Freitag: "Wir haben erst drei Mal verloren - und sind sowohl nach Schönberg, als auch nach der Niederlage gegen den BAK wieder aufgestanden." Wenn man so will, waren diese beiden Pleiten die Auslöser von starken Serien. Nach dem 1:2 in Schönberg gab es fünf Siege und ein Remis aus sechs Spielen. Nach dem 1:2 gegen den Berliner AK sogar acht Siege und ein Unentschieden aus den darauffolgenden neun Spielen.

Kann der FCE nun also auch gegen Auerbach wieder Fahrt aufnehmen? Mit dem in Leipzig gesperrten Kevin Weidlich kehrt jener Mittelfeldspieler zurück, der zuletzt am besten in Form war. Zudem darf man davon ausgehen, dass Benjamin Förster nach der kurzen Baby-Pause auch wieder in der Startelf stehen wird. Trainer Wollitz betont: "Er ist allein aufgrund seiner Torstatistik und seiner Vorbereitung ein wichtiger Spieler. Aber wir brauchen ihn komplett fokussiert."

Das gilt wohl für alle Profis, bei denen Wollitz in Leipzig nicht die letzte Entschlossenheit feststellen konnte. Der Trainer fordert: "Wir müssen schneller spielen. Da geht es vor allem um Gedankenschnelligkeit." Den Seitenblick in die Hauptstadt zum zeitgleich ausgetragenen Regionalliga-Topspiel zwischen dem drittplatzierten Berliner AK und Spitzenreiter Carl Zeiss Jena empfindet Wollitz deshalb als wenig förderlich. Er betont: "Wir werden gegen Auerbach nur erfolgreich sein, wenn wir uns wirklich komplett auf dieses Spiel einlassen."

Zum Thema:
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat die Entscheidung des Präsidiums gelobt, die Gespräche mit dem möglichen Sponsor Neutrino Energy so schnell abgebrochen zu haben. Der Coach erklärte dazu am Freitag: "Dass der Verein gleich einen Schlussstrich gezogen hat, ist richtig. Nicht irgendwelche Faxen, sondern gleich Front zeigen und sagen, wie der Stand ist - das finde ich gut." Nur bei Neutrino-Geschäftsführer Thorsten Schubart scheint diese Absage noch nicht richtig angekommen zu sein. Der 53-Jährige sagte gegenüber der "Märkischen Allgemeinen Zeitung": "Wir sind weiterhin bereit, dem FC Energie finanziell zu helfen, wenn der Club das wünschen sollte."