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| 19:18 Uhr

Große Kartennachfrage für den DFB-Pokalkracher
Alle wollen die Bayern bei Energie Cottbus sehen

 Das Münchner Star-Ensemble um Torjäger Robert Lewandowski (M.) kommt im August als Titelverteidiger ins Stadion der Freundschaft.
Das Münchner Star-Ensemble um Torjäger Robert Lewandowski (M.) kommt im August als Titelverteidiger ins Stadion der Freundschaft. FOTO: dpa / Jan Woitas
Cottbus. Die Nachfrage nach Tickets für den Pokalkracher von Energie Cottbus gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München ist schon jetzt riesengroß. Die RUNDSCHAU erklärt, wie es nach der Auslosung weitergeht.

Energie Cottbus trifft in der 1. Runde des DFB-Pokals auf Bayern München – diese Nachricht elektrisiert seit der Auslosung am Samstagabend die Lausitz. Denn alle wollen den deutschen Rekordmeister im Stadion der Freundschaft sehen! Entsprechend groß war schon am Wochenende  die Nachfrage nach Tickets. Der wichtigste Satz aus Sicht der FCE-Fans findet sich am Ende der Mitteilung des Vereins zu diesem Hammer-Los. „Erst nach Bekanntgabe der termingenauen Ansetzung wird der FC Energie den Vorverkauf für das DFB-Pokalspiel starten, somit sind vorzeitige Anfragen zwecklos“, heißt es in der Mitteilung.

Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden die zeitgenauen Ansetzungen der 1. Hauptrunde zehn bis zwölf Tage nach der Auslosung bekannt­gegeben. Gespielt wird vom 9. bis 12. August.

Anfragen zwecklos? Die RUNDSCHAU hat es trotzdem versucht. „Wir haben seit der Auslosung schon ganz viele Kartenwünsche bekommen“, erklärt Benjamin Hantschke aus der Marketing-Abteilung des FCE. „Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir wirklich erst die zeitgenaue Ansetzung abwarten müssen. Erst danach können wir mitteilen, ob es Pakete mit anderen Spielen oder auch ein Vorkaufsrecht für Mitglieder beziehungs­weise Dauerkarteninhaber geben wird.“

FOTO: imago images / MaBoSport / via www.imago-images.de

Es ist übrigens das erste Pokal­duell zwischen Energie Cottbus und dem DFB-Pokal-Titelverteidiger von der Isar. Auch das letzte Bundesliga-­Duell zwischen beiden Clubs ist lange her. Am 5. Mai 2009 setzten sich die Bayern im Stadion der Freundschaft mit 3:1 durch. Cottbus stieg am Ende der Saison ab und wurde später bis in die Regionalliga durchgereicht. Zwei der insgesamt zwölf Bundesliga-Duelle konnte der FCE aber für sich entscheiden: 2000 und 2008.

Derzeit liegen allerdings Welten zwischen Energie Cottbus und Bayern München. Deshalb sieht FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz sein Team als krassen Außenseiter. „Mit der grandiosen Unterstützung unserer Fans können wir immer ­planen, die Hütte wird sicher randvoll sein“, sagt Wollitz. Wie groß die Kapazität für dieses Pokalspiel ganz genau sein wird, ist noch offen. Das hängt davon ab, welche Bereiche als Pufferblock zur Trennung der beiden Fangruppen eingeplant werden müssen. Wollitz: „Rein sportlich stellt sich die Chance auf ein Weiterkommen realistisch betrachtet natürlich mehr als gering dar. Wir sind der klare Außenseiter, werden dennoch alles geben. Ein Weiterkommen wäre eine absolute Sensation.“

Denn die Aufgabe ist natürlich viel schwerer als in den vergangenen Jahren. In der Saison 2018/2019 unterlagen die Lausitzer unglücklich gegen den SC Freiburg im Elf­meterschießen, ebenso in der Saison 2017/2018 gegen den VfB Stuttgart.

Die deutschlandweite Aufmerksamkeit wird allerdings auch größer sein als in den vergangenen Jahren.  Das Duell Cottbus gegen Bayern München dürfte zudem gute Chancen besitzen, als Live­spiel im Free-TV in der ARD und auf Sport1 übertragen zu werden. Eine ­Sonderzahlung für die live über­tragenen Free-TV-Partien gibt es allerdings nicht mehr.

Damit bekommen die Fans in der Lausitz demnächst so viel Bundes­liga-Fußball zu sehen wie schon lange nicht mehr. Denn neben dem Pokalkracher gegen München hat sich auch Vize-Meister Borussia Dortmund angekündigt. Diese Nachricht verkündete Präsident Werner Fahle am Freitagabend gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung. „Dortmund hat sich bereiterklärt, uns zu unterstützen“, teilte Fahle mit. Das Freundschaftsspiel soll Anfang ­September stattfinden. Und auch Aufsteiger Union Berlin hat seine Bereitschaft erklärt, im Stadion der Freundschaft aufzu­laufen. Hier stehen die genauen Mo­dalitäten jedoch nicht fest.

Fest steht dagegen, dass alle die Bayern im DFB-Pokal sehen wollen.

FOTO: DPA