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| 13:21 Uhr

Cottbuser Fußballer vor Auswärtsspiel
Abstiegskampf! Kein Alibi für Energie in Aalen

Nach der Niederlage gegen das Topteam Uerdingen treffen Fabio Viteritti (2.v.l.) und Kevin Scheidhauer (r.) nun auf einen Gegner aus dem Tabellenkeller.
Nach der Niederlage gegen das Topteam Uerdingen treffen Fabio Viteritti (2.v.l.) und Kevin Scheidhauer (r.) nun auf einen Gegner aus dem Tabellenkeller. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das Auswärtsspiel beim Vorletzten ist für Energie Cottbus der Vorgeschmack auf das Jahr 2019. Von Jan Lehmann

Der Abstiegskampf begann ganz gemütlich: Am Freitagabend schauten sich die meisten Energie-Profis das Kellerduell Jena gegen Meppen von der heimischen Couch aus an. Als am Samstag dann die abstiegsgefährdeten Team wie Braunschweig oder Fortuna Köln antraten, befanden sich die Lausitzer gerade erst im Anflug auf Stuttgart. Erstmals in dieser Saison flogen sie zu einem Auswärtsspiel und treten dann am Sonntagnachmittag (14 Uhr/LR-Liveticker) beim VfR Aalen an. Das ist ebenfalls ein direktes Duell im Tabellenkeller, genau wie dann am Montag, wenn Zwickau Großaspach empfängt.

Der 18. Spieltag hat es mit Blick auf die Abstiegsränge in sich – und ist dennoch erst der Vorgeschmack auf das, was Energie Cottbus im Jahr 2019 erwartet. Dann wird es ganz gewiss nicht gemütlich. Es dürften wohl hauptsächlich jene acht Teams sein, die in einem monatelangen Abnutzungskampf die vier Absteiger unter sich ausmachen werden. An diesem Wochenende könnten erste Weichen gestellt werden: Mit einem Auswärtserfolg würde Energie zumindest Aalen mit sieben Punkten Vorsprung bei zwei ausstehenden Spielen schon garantiert bis zum Jahresende hinter sich lassen.

Doch dafür bedarf es einer Leistungssteigerung nach den beiden Niederlagen gegen Osnabrück (1:3) und Uerdingen (0:2). Dass Trainer Claus-Dieter Wollitz wegen der fünften gelben Karte für Lasse Schlüter das zentrale Mittelfeld erneut umbauen muss, macht die Sache nicht leichter. Schließlich fehlen dort mit Tim Kruse, Marcelo und Daniel Stanese ohnehin schon drei wichtige Stützen. Doch der Coach betonte am Freitag: „Ich lasse das nicht als Entschuldigung gelten. Das ist Alibi.“ Und mit derlei Ausreden könne man den Abstieg nicht verhindern, so Wollitz. Er erklärte: „Jedes Spiel hat eine hohe Bedeutung. Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir unsere optimale Leistung bringen.“

Optimal lief es in dieser Saison auswärts bisher zweimal für Energie: Bei dem 2:0-Sieg in Wiesbaden und dem 2:0-Erfolg auf dem Kaiserslauterer Betzenberg. Besonders der starke FCE-Auftritt in der Pfalz könnte als Blaupause für den Sonntagnachmittag dienen. Mit einer Dreierkette, die sich blitzschnell zur Fünferkette verdichtete, hatte Energie dem großen Favoriten den Zahn gezogen. Und mit Konterstürmer Streli Mamba den richtigen Mann für die erfolgreichen Nadelstiche im Team. Doch das weiß auch der Gegner: „Cottbus versucht aus der Kompaktheit schnell zu kontern. Da sind sie gefährlich und da müssen wir aufpassen, dass wir in keine Konter reinlaufen“, warnte der Aalener Trainer Argirios Giannikis in der „Schwäbischen Zeitung“.

So darf man sich am Sonntag auf ein Geduldspiel einstellen, bei dem die beiden torarmen Teams vor allem auf die Fehler des Gegners lauern werden. Es dürfte also auch eine Frage der besseren Nerven sein – und damit ein weiterer Vorgeschmack auf den Liga-Endspurt im Mai 2019. Dann treffen Cottbus und Aalen am vorletzten Spieltag erneut aufeinander. Gut möglich, dass dann dort ganz konkret über Abstieg oder Klassenerhalt entschieden wird. Alibis werden dann erst recht nichts nützen.