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2:0 gegen die Kickers - der Energie-Sieg im Schnellcheck

Cottbuser Torjubel: Tim Kleindienst wird für das 2:0 gefeiert.
Cottbuser Torjubel: Tim Kleindienst wird für das 2:0 gefeiert. FOTO: Steffen Beyer
Energie Cottbus hat das vom Trainer ausgerufene "Charakterspiel" gegen die Stuttgarter Kickers mit 2:0 (2:0) gewonnen. Die RUNDSCHAU hat den Schnell-Check zum ersten Dreier nach fünf sieglosen Partien.

So fielen die Tore: Das 1:0 durch Leonhard Kaufmann (25.) entsprang dem ersten schönen Spielzug von Energie. Mattuschka bediente Kleindienst mit einem starken Pass. Der 11-Tore-Mann setzte sich außen durch und seine Eingabe passte: Leonhard Kaufmann spritzte in den Ball - 1:0. In der 37. Minute wurde Tim Kleindienst dann zum 12-Tore-Mann. Er bewies ganz viel Näschen und spitzelte den Ball über den herausgeeilten Kickers-Keeper Korbinian Müller und traf zum 2:0.

So fiel die Entscheidung: Das 1:0 war das Erweckungserlebnis für Energie, danach hatte die Mannschaft den richtigen Zugriff. Als Trainer Stefan Krämer dann nach einem Wortgefecht mit Schiri Zwayer auf die Tribüne musste, war richtig Feuer drin. Diese Emotionen halfen Energie und als Kleindienst dann auf 2:0 erhöhte, war der FCE früh auf der Siegerstraße.

So ging Energie ins Spiel: Gegenüber dem Duisburg-Spiel gab es zwei verletzungsbedingte Veränderungen. Weil Sven Michel (Muskelfaserriss) und Ronny Garbuschewski (muskuläre Probleme) fehlten, rückten Thomas Hübener und Leonhard Kaufmann ins Team. Erstmals im Profikader war Nachwuchs-Keeper Avdo Spahic der den verletzten René Renno (Sprunggelenk) auf der Ersatzbank vertrat. Interessant: Erstmals bildeten Hübener und Möhrle das Innenverteidiger-Pärchen. Mimbala spielte als Rechtsverteidiger. Das zentrale Mittelfeld beackertern Perdedaj und Ledgerwood, Mattuschka agierte als hängende Spitze.

So verlief das Spiel: Anfangs fanden die Cottbuser nicht richtig in die Partie, Aufstiegsanwärter Stuttgarter Kickers wirkte frischer, Halimi und Engelbrecht sorgten für viel Wirbel. Bei Energie hingegen hing Torsten Mattuschka als hängende Spitze erstmal in der Luft. Doch die Cottbuser fingen sich langsam - und dann immer schneller. Die Tore durch Kaufmann (25.) und Kleindienst (37.) waren ebenso Emotionsbeschleuniger wie der Platzverweis von Trainer Stefan Krämer (27.). Cottbus hatte das Spiel dann immer besser im Griff und lieferte eine hochkonzentrierte Leistung ab. Das war alles andere als Sommerfußball - und das war auch gut so. Nach fünf sieglosen Partien ist Energie zurück in der Erfolgsspur und blieb erstmals in diesem Jahr ohne Gegentor.

So sieht es in der Tabelle aus: Energie hat als Sechster jetzt sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenvierten Stuttgarter Kickers. Duisburg auf Rang drei ist sieben Punkte voraus und hat noch ein Spiel weniger. Bei noch vier ausstehenden Spielen könnten die Lausitzer zumindest noch einmal jene Position für die direkte DFB-Pokal-Qualifikation angreifen.

So sieht es der Trainer: Stefan Krämer ist zufrieden. Er betont: "So stellen wir uns den Fußball vor. Es war wichtig, dass wir zu Null gespielt haben. Mit der Führung im Rücken haben die kleinen Erfolgserlebnisse, also jeder gewonnene Zweikampf für mehr Sicherheit gesorgt. Und die Zuschauer haben ein feines Gespür, sie haben uns riesig unterstützt."

So geht es weiter: Am kommenden Samstag (14 Uhr) tritt Energie bei der abstiegsgefährdeten SpVgg Unterhaching an. Im Hinspiel gab es gegen die Bayern einen 3:0-Sieg.

Und wie sehen Sie es? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zum Spiel!