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1:1 gegen Köln: Energie wieder ohne Sieg

33 Jonas Zickert (Energie Cottbus, l.), 30 Hamdi Dahmani (Fortuna Köln, r.)
33 Jonas Zickert (Energie Cottbus, l.), 30 Hamdi Dahmani (Fortuna Köln, r.) FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus läuft weiter einem Erfolgserlebnis hinterher. Wenige Tage vor dem Pokal-Halbfinale in Babelsberg mussten sich die Lausitzer im Heimspiel gegen Fortuna Köln mit einem 1:1 (1:1)-Remis begnügen.

So fielen die Tore: Sven Michel zeigte in der 20. Minute, dass er auch mit dem Kopf treffen kann. Nach einer Flanke von Ronny Garbuschewski köpfte der Linksfuß den Ball ins lange Eck. Das 1:1 durch Thiemo-Jerome Kialka (37.) fiel nach einer Standardsituation. Der Torschütze stand bei der Ecke völlig frei im Strafraum.

So fiel die Entscheidung: Nach einer schwachen ersten Halbzeit erhöhten die Gastgeber vor 6555 Zuschauern im Stadion der Freundschaft zwar mit zunehmender Spielzeit den Druck. Allein mit Wucht waren die sehr motivierten Gäste an diesem Tag aber nicht zu knacken. Neben dem nötigen Glück fehlten die zündenden Ideen.

So ging Energie ins Spiel: Trainer Stefan Krämer sorgte für eine echte Überraschung. Der erst 17-jährige Jonas Zickert stand erstmals in der Startformation. Er ersetzte Thomas Hübener im defensiven Mittelfeld. Zickert hatte beim 0:3 in Bielefeld als Einwechsler sein Debüt in der 3. Liga geführt. Die zuletzt gelbgesperrten Nikolas Ledgerwood und Tim Kleindienst kehrten wie angekündigt in die Startelf zurück.

So verlief das Spiel: Köln spielte von Anfang an munter mit und kam in der ersten Halbzeit zu zwei Lattentreffern. Energie hatte in der ersten Halbzeit zwar mehr Spielanteile, konnte aber nur selten Druck aufbauen. Zudem fehlte es dem Offensivspiel oftmals an der nötigen Präzision. In Halbzeit zwei wurde die Qualität dann etwas besser, ohne dass Energie überzeugen konnte. Ein Kopfballtreffer von Tim Kleindienst in der 83. Minute fand keine Anerkennung, weil der FCE-Stürmer den Kölner Keeper in der Luft regelwidrig attackiert hatte.

So sieht es der Trainer: "Die erste Halbzeit war überhaupt nicht gut, obwohl wir uns so viel vorgenommen hatten. Auch die Führung hat uns keine richtige Sicherheit gegeben. Fast schon klassisch haben wir dann wieder nach einem Standard den Ausgleich kassiert. In der Halbzeit war es ziemlich laut. Danach war ich etwas mehr zufrieden als in der ersten Halbzeit. Aber wir konnten nicht jenen Druck aufbauen, wie wir das oft hier zu Hause schon geschafft haben. Dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du nur Unentschieden spielst."

So sieht es in der Tabelle aus: Energie hat es versäumt, die Lücke nach oben zu schließen, obwohl Mitkonkurrenten wie Münster (2:3 gegen Chemnitz) und Stuttgart (0:1 in Rostock) ihre Partien verloren haben. Der Abstand zum Relegationsrang drei beträgt sechs Punkte. Cottbus ist in der Tabelle auf Rang sieben abgerutscht.

So geht es weiter: Am Mittwoch trifft Energie im Halbfinale des Landespokals auf Regionalligist SV Babelsberg. Die Partie beginnt um 19 Uhr. Am Samstag folgt dann das Drittliga-Spiel beim MSV Duisburg (14 Uhr).

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