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Persönlich Robin Dutt
Ein Mann soll den VfL Bochum retten

Robin Dutt (53) gehört nicht zu den gekrönten Häuptern auf den Fußballplätzen der Republik. Er war ein ordentlicher Amateurspieler. Und das wäre auch nicht weiter erwähnenswert, wenn er nicht als Trainer und Funktionär doch noch zu einer bekannten Figur im Profifußball geworden wäre. Seit dieser Woche ist er Trainer des Zweitligisten VfL Bochum. Und weil er weiß, was er zu sagen hat in solchen Momenten, sagt er: "Du musst mit all deiner Motivation reingehen." Er hätte auch sagen können: "Die Spieler haben jetzt keine Entschuldigung mehr." Diesen Satz haben ihm aber die Bochumer Funktionäre abgenommen.

Auch in deren Job kennt er sich aus. Denn der in Köln geborene und im Schwabenland aufgewachsene Dutt war nicht nur Bundesliga-Trainer in Freiburg, Leverkusen und Bremen. Er war auch schon DFB-Sportdirektor und Sportvorstand beim VfB Stuttgart. Die großen Erfolge waren ihm dabei nicht beschieden. Beim DFB hielt er es nicht einmal ein Jahr aus, und er beteuerte, ihm habe der Geruch des Rasens gefehlt. Ein gutes Jahr, nachdem er diesem Geruch in Bremen wieder ausgiebig hatte nachspüren können, schickte ihn Werder vom Hof. Vermutlich sehnte er sich wieder nach dem Geruch der Büromöbel. Anderthalb Jahre verbrachte er in Stuttgart. Nach dem Abstieg 2016 wurde er entlassen.

Die zweite Liga ist kein Neuland für ihn, schon in Freiburg trainierte er einen Zweitligisten.

Das war seine erfolgreichste Zeit. Er führte den Sportclub in die Bundesliga, und der "Kicker" schrieb: "Dutt hat den Klub auf seine Weise geprägt, sachlich und analytisch im Tonfall. Geschliffen und geschickt in der Rhetorik." pet