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| 07:16 Uhr

Leipzig
Dortmund kämpft um Europa

Leipzig. Fünf Mannschaften kämpfen noch um den Einzug in die Champions League. Leipzig, Hoffenheim und Frankfurt dürfen sich keine Niederlage mehr leisten. Dortmund darf gegen Leverkusen nicht erneut patzen. Schalke ist fast durch. Frank Kastner

Es geht um das Halten der Topstars, um die Zukunft einiger Trainer und nicht zuletzt um 12,7 Millionen Euro Antrittsprämie. Gleich fünf Teams kämpfen in den noch verbleibenden vier Bundesliga-Spieltagen um die Champions-League-Qualifikation. Bayern München ist als deutscher Fußball-Meister uneinholbar, der FC Schalke 04 mit acht Zählern Vorsprung auf Rang fünf fast durch.

Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco will nach dem verpassten Einzug ins DFB-Pokalfinale möglichst rasch in der Bundesliga den Einzug in die Königsklasse perfekt machen. "Wir haben uns nicht viel vorzuwerfen und blicken jetzt nach vorne. Ich habe ein sehr gutes Gefühl", sagte Tedesco vor der Partie beim 1. FC Köln morgen (18 Uhr). Vom Tabellenletzten erwartet Tedesco viel Gegenwehr: "Der FC ist eine Mannschaft, die niemals aufgibt, sie werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren."

Hinter Bayern und Schalke könnten zwei Direktduelle heute eine Vorentscheidung bringen: Der Tabellenvierte Borussia Dortmund kämpft gegen die punktgleiche Werkself Bayer Leverkusen (18.30 Uhr/Sky), RB Leipzig empfängt als Fünfter die mit einem Punkt Rückstand auf Rang sechs liegenden Hoffenheimer (15.30 Uhr/Sky). Auch Pokalfinalist Eintracht Frankfurt hat als Siebter - punktgleich mit den Sinsheimern - noch Chancen, aber noch die beiden schweren Auswärtsspiele in München und auf Schalke vor sich. Sollten Leipzig und Hoffenheim im direkten Duell Unentschieden spielen und auch Frankfurt nicht gegen Hertha gewinnen, wäre Schalke bereits nach dem 30. Spieltag sicherer Teilnehmer an der Königsklasse.

"Wir haben nun die Möglichkeit, noch vier Wochen das Maximum aus der Saison herauszuholen und uns voll zu fokussieren", sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl und forderte ganz klar einen Sieg: "Es reicht in dieser Phase nicht mehr, nur einen Punkt zu holen." Die Gespräche um seine eigene Zukunft ließ der Österreicher in dieser Woche ruhen. Zur 0:4-Hinspielpleite in Hoffenheim meinte er: "Wir haben noch ein paar Rechnungen offen."

Schafft RB noch die erneute Teilnahme an der Königsklasse, gibt es vom FC Liverpool für den Rekordtransfer von Naby Keita noch einen millionenschweren Nachschlag. Zudem wäre das Halten von Stars wie Emil Forsberg einfacher. "Natürlich bleibt unser Ziel die Champions League. Wir haben noch vier Spiele - und die können wir alle gewinnen", sagte der schwedische Nationalspieler. Vorsorglich hat RB-Sportdirektor Ralf Rangnick für die Sommerpause angekündigt, keinen Leistungsträger abgeben zu wollen.

Auch die Hoffenheimer hatten erstmals die Doppelbelastung in dieser Saison zu verkraften. Nach dem Europa-League-Aus im Dezember ist das Team von Julian Nagelsmann schon längst wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage ist die Königsklasse wieder drin. "Dann hat das vielleicht so einen kleinen Endspielcharakter, so etwas liebt ihr ja", sagte Nagelsmann vor dem Duell zu den Journalisten. Und zum Saisonfinale hat 1899 Borussia Dortmund zu Gast. Für die Sinsheimer wäre es "ein Traum", sagte Sportchef Alexander Rosen dem "Kicker", wenn der Club da "ein Endspiel um den Einzug in die Champions League" hätte. Die Borussia könnte mit einem Sieg im Direktduell wieder an Leverkusen vorbeiziehen. "Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand. Und wir können am Samstag einen wichtigen Schritt machen. Wir können es schaffen", sagte Peter Stöger, dessen Zukunft beim BVB weiter offen ist. Diese ist auch abhängig vom Erreichen des Saisonziels - der Königsklasse.

Hinweis Das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg war gestern Abend bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet.