| 07:45 Uhr

Pyeongchang
Doll kämpft sich zu Bronze im Biathlon-Rennen

Nach seinem Kraftakt, der ihn zu Olympia-Bronze führte, verlangte Benedikt Doll nur einen heißen Tee. Der Schwarzwälder hatte Angst, mitten im Medaillenglück krank zu werden. "Mein Hals kratzt schon", sagte der 27-Jährige, der sich bei minus zwölf Grad sogar Wärmepads in seine Rennhandschuhe gepackt hatte. Trotzdem fror ihm die linke Hand ein. Zum Glück nicht seine rechte Schusshand, denn mit der bewies Doll große Treffsicherheit. Und die bescherte ihm nach seinem WM-Titel 2017 seine zweite große Einzelmedaille.

"Diese Medaille ist wertvoller für mich als der WM-Titel", sagte Doll, der sich im Zielsprint nach 12,5 Kilometern Sebastian Samuelsson aus Schweden nur um 3,1 Sekunden geschlagen geben musste. "Sebastian hat es verdient. Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Da bin ich sehr stolz drauf", sagte Doll. Nur 24 Stunden nach Sprint-Gold von Arnd Peiffer, der diesmal Achter wurde, bescherte Doll dem deutschen Männer-Team die zweite Medaille.

(dpa)