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Hannover
96-Manager Heldt kritisiert DFB-Präsident Grindel

Hannover. Hannovers Manager Horst Heldt hat DFB-Präsident Reinhard Grindel wegen dessen Reaktion auf die vom Fußball-Bundesligisten geforderte Stellungnahme zum Videobeweis scharf kritisiert. "Die Begegnung mit dem DFB-Präsidenten. Das war setzen, sechs. Das war ein stückweit von oben herab", schimpfte Heldt gestern über Grindel. "Ich habe mich da nicht abgeholt gefühlt und kann mir nicht vorstellen, wenn so etwas der FC Bayern geschickt hätte, dass Herr Grindel so agiert hätte."

Die Niedersachsen hatten sich nach dem umstrittenen Abseitstor im Spiel gegen RB Leipzig (2:3) schriftlich beim DFB und der Deutschen Fußball Liga über die Handhabung des Videobeweises beklagt. Grindel wies auf einer Podiumsdiskussion am Dienstagabend in Hannover die 96-Kritik über das nicht gegebene Tor zurück.

Heldt sagte zudem, dass er ein Antwortschreiben von der DFL erhalten habe und ein "herausragendes Gespräch" mit Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich hatte. "Demnächst steht eine Manager-Tagung an, da wird Herr Fröhlich auch dabei sein", erklärte der 96-Manager. Thema soll unter anderem eine kalibrierte Abseitslinie sein. "Der DFB-Präsident sagte, die Bundesliga wollte sie nicht. Daran kann ich mich nicht erinnern. Aber Herr Fröhlich ist da der kompetente Mann."

(dpa)