Im Fall der seit sieben Wochen vermissten Inga ist die Polizei mit Spezialhunden in Haldensleben im Einsatz. Acht Polizisten seien mit sieben Personensuchhunden seit dem Freitagvormittag in der Stadt und der Umgebung unterwegs, sagte Polizeisprecher Mike von Hoff. Die Tiere könnten mit ihrem besonders sensiblen Geruchssinn auch kleinste Anhaltspunkte im Zusammenhang mit dem Fall Inga erschnüffeln.

Eine heiße Spur gibt es laut von Hoff jedoch nicht. Für den Einsatz mussten um Haldensleben immer wieder Kreuzungen und Straßen gesperrt werden. Zuvor hatte bereits der Sender MDR Sachsen-Anhalt über die Aktion berichtet.

Das fünfjährige Mädchen aus Schönebeck war Anfang Mai bei einem Besuch in Stendal im Wald verschwunden. Der Einsatzort um Haldensleben ist gut 46 Kilometer davon entfernt. Seit Ingas Verschwinden wird mit großem Aufwand nach ihr gesucht. Erste Einsätze von mehr als 60 Spezialhunden kurz nach der Vermisstenmeldung hatten der Polizei keine konkreten Hinweise gebracht. Die eigens gegründete Ermittlungsgruppe "Wald" durchsuchte bereits mehrfach Gebiete rund um Stendal und befragte Zeugen. Über TV-Aufrufe, Plakate und Fahndungsbitten an Bahnhöfen kamen laut Polizei mehr als 1000 Hinweise zusammen.