Nur in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen und im Saarland gebe es eine Genehmigungsauflage. Wer eine Organisation nicht kennt, sollte Info-Material oder einen Überweisungsträger anfordern. Die meisten seriösen Unternehmen könnten einen Geschäftsbericht vorweisen, der die Verwendung von Spenden aufzeigt. Ist eine Organisation als gemeinnützig anerkannt, sei dies ein Indiz für Seriosität. Karitativ anerkannte Spenden können zudem steuerlich abgesetzt werden.

Riester-Zulagen bis Jahresende beantragen

Riester-Sparer sollten bis Ende Dezember ihre staatlichen Zulagen beim Anbieter des jeweiligen Vertrages stellen, erklärt das Bundesarbeitsministerium. Die Zulage könne auch zwei Jahre rückwirkend beantragt werden; Wer 2009 einen Riestervertrag abgeschlossen und bisher noch kein Geld vom Staat erhalten hat, darf sich dies noch bis zum 31. Dezember sichern. Besser sei es, einen Dauerzulagenantrag zu stellen, wodurch der Anbieter beauftragt werde, jährlich den Zulagenantrag bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu stellen. Förderung bekommen Riester-Sparer, wenn sie vier Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens, höchstens aber 2100 Euro, in einen zertifizierten Vertrag einzahlen.

Pflegezeit nur einmal beanspruchbar

Für die Pflege eines nahen Angehörigen können Arbeitnehmer nur einmalig eine Auszeit beantragen, entschied das Bundesarbeitsgericht. Mit der erstmaligen Erklärung der Pflegezeit gegenüber dem Arbeitgeber sei jeder weitere Anspruch erloschen. Das gelte selbst dann, wenn die genommene Pflegezeit unter der gesetzlich festgelegten Höchstdauer von sechs Monaten liege. Die Frage, ob die Pflegezeit zeitlich gestückelt werden kann oder im Block beansprucht werden muss, beantworteten die obersten Arbeitsrichter aber nicht. Der Kläger hatte seinem Arbeitgeber mitgeteilt, dass er seine Mutter im Juni 2009 fünf Tage pflegen wolle. Dem stimmte die Firma zu. Später erklärte er, seine Mutter auch am 28. und 29. Dezember 2009 zu pflegen. Das akzeptierte sein Arbeitgeber nicht. Die Klage des Mannes blieb in allen Instanzen erfolglos.

Erst neuer Vertrag, dann Kasse kündigen

Wer eine private Krankenversicherung kündigt, sollte dem Versicherer einen Nachweis vorlegen, dass ein neuer Vertrag abgeschlossen ist. Die Kündigung einer Vollversicherung ist nur möglich, wenn bereits ein neuer Versicherungsschutz abgeschlossen ist. Wird keine Bestätigung vorgelegt, ist die Kündigung unwirksam. Der Versicherte muss bis zu einer wirksamen Kündigung weiter Beiträge zahlen. Das bestätigte zuletzt das Amtsgericht Aachen

(Az.: 107 C 360/10).