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| 12:11 Uhr

Weihnachten in der Lausitz
So schön leuchten die Marktplätze in der Lausitz

 Eine wunderschöne Colorado-Tanne von der Doberluger Familie Schreck ziert als Weihnachtsbaum den Kirchhainer Markt.
Eine wunderschöne Colorado-Tanne von der Doberluger Familie Schreck ziert als Weihnachtsbaum den Kirchhainer Markt. FOTO: Heike Lehmann
Ob groß oder klein, buschig oder schmal – Jahr für Jahr muss der richtige Weihnachtsbaum für die Städte gefunden werden.

Die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain kommt mit einem Weihnachtsbaum nicht aus - einer steht direkt vor dem Rathaus auf dem Markt in Kirchhain, der andere im historischen Stadtkern Doberlug. „Sie kommen traditionell aus der Bürgerschaft“, sagt Fred Richter von der Stadtverwaltung. 2018 sind es zwei Colorado-Tannen, bestens im Wuchs, schlank und groß, so groß, dass die Lichterketten gar nicht alle Zweige bedecken. Phänomen dürfte sein, dass der Kirchhainer Baum vom Doberluger Grundstück der Familie Schreck stammt und der Doberluger Baum von einem Kirchhainer Grundstück. Rosemarie Schreck sagt: „Die starken Winde haben bei uns in letzter Zeit viele Bäume umgelegt. Er stand jetzt ganz allein. Wir hatten Angst, dass es auch ihn mal auf die Straße wirft. Und so hat der gut 30 Jahre alte Baum noch ein schönes Ende.“ Der Baum aus Kirchhain musste in einer engen Straße über Gebäude gehoben werden. „Kranführer und Transportfirma haben ganze Arbeit geleistet“, ist Richter erleichtert. (leh)

 Der Weihnachtsbaum in Luckau ist n diesem Jahr besonders schön: Er ist fast kerzengerade und besonders dicht gewachsen.
Der Weihnachtsbaum in Luckau ist n diesem Jahr besonders schön: Er ist fast kerzengerade und besonders dicht gewachsen. FOTO: LR / Anja Brautschek

In Luckau ziert den Marktplatz dieses Mal eine stattliche Tanne. Rund 13 Meter ist sie hoch und 28 Jahre alt. Gesponsert hat sie Frank Jahnke (54) aus Luckau. Er hat den Sämling 1990 während einer Reise im Schwarzwald ausgegraben und im heimischen Garten ausgepflanzt. Der Baum wurde nie beschnitten und hatte im großzügigen Garten viel Platz zum Entfalten. So konnte die Tanne sehr dicht und relativ gerade wachsen. Doch nach fast 30 Jahren wurde er zu groß für den Garten. „Er ist aber zu schön, um einfach Brennholz aus ihm zu machen“, sagt Frank Jahnke. Geschmückt mit Lichterketten, leuchtenden Schneeflocken und selbst gebastelten Baumschmuck sorgt er nun für weihnachtliche Stimmung in Luckau. Die Luckauer folgen dabei einer ganz besonderen Tradition. Gemeinsam mit Kita-Kindern und weihnachtlicher Musik wird der Baum pünktlich zum ersten Advent das erste Mal zum Leuchten gebracht. Voraussichtlich bis Mitte Januar wird er auf dem Marktplatz zu besichtigen sein. Familie Jahnke will an den frei gewordenen Platz einen Nutzbaum pflanzen. (abh)

 Die Tanne auf dem Cottbuser Weihnachtsmarkt trägt ihren Teil zum „Fest der 1000 Lichter“ bei.
Die Tanne auf dem Cottbuser Weihnachtsmarkt trägt ihren Teil zum „Fest der 1000 Lichter“ bei. FOTO: Michael Helbig

101 Herrnhuter Sterne in rot-weißer Farbe schmücken die Tanne am Cottbuser Weihnachtsmarkt in diesem Jahr. Für das Aufstellen des Weihnachtsbaumes am Altmarkt ist die Veranstaltungsfirma Coex zuständig, die den Markt auch organisiert. Das Unternehmen bestätigt, dass die Weihnachtstanne aus Cottbus stammt. „Dieses Jahr kommt sie von einem Grundstück in der Hüfnerstraße“, erklärt Steffi Wunderlich von Coex. 13 Meter ist die Weihnachtstanne groß – am Aufstellen des Baumes waren nur vier Personen beteiligt, erzählt sie. Wenn die Tanne nach Ende der Weihnachtszeit ihren Dienst getan hat, wird sie schließlich zusammengeschnitten und die Materialien im firmeneigenen Lager aufbewahrt. „Wir benötigen das Holz noch für unsere anderen Veranstaltungen im Jahr“, so Steffi Wunderlich. Von wo die Weihnachtstanne für das nächste Jahr kommt, steht noch nicht fest - jedes Jahr stammt der Baum von einem anderen Platz in der Region. „Es kommt darauf an, wo ein schöner Baum steht und welchen man uns zur Verfügung stellt“, so Steffi Wunderlich über das Auswahlverfahren. (jum)

 Hoyerswerdas Marktplatz mit beleuchtetem Weihnachtsbaum, Rathaus und Johanneskirche im Hintergrund..
Hoyerswerdas Marktplatz mit beleuchtetem Weihnachtsbaum, Rathaus und Johanneskirche im Hintergrund.. FOTO: LR / Sascha Klein

Der Weihnachtsbaum in der Hoyerswerdaer Altstadt hat zwei Grundvoraussetzungen: Er muss schön sein – und möglichst aus Hoyerswerda. Das spart Transportkosten. Der Baum in diesem Jahr ist eine Spende eines nicht genannten Unternehmers, der seinen Sitz im Hoyerswerdaer Industriegelände hat. Auf dem Markt steht jetzt eine zwölf Meter hohe Blaufichte – ein schön gewachsener und schön geschmückter Baum. Für Hoyerswerdas Bauhof-Chef Ulf Scholz ist es der 18. Weihnachtsbaum unter seiner Regie. Weil alles eingespielt ist, funktionieren Transport und Aufstellen in Hoyerswerda meist kurz und schmerzlos. Minuten nach dem Aufbau kursieren dann die ersten Fotos vom noch ungeschmückten Schmuckstück im Internet. Das diesjährige Fazit lautet: Daumen hoch. Damit haben Ulf Scholz und sein Team die Nagelprobe bestanden. Die Nadelprobe steht dem Baum immer am dritten Advents-Wochenende bevor: Beim Teschenmarkt, dem Weihnachtsmarkt in Hoyerswerda, kommen dem Baum dann Tausende ganz nahe. (skl)

 Der Weihnachtsbaum auf dem Bad Muskauer Marktplatz braucht nicht viel Schmuck: Eine Lichterkette reicht aus.
Der Weihnachtsbaum auf dem Bad Muskauer Marktplatz braucht nicht viel Schmuck: Eine Lichterkette reicht aus. FOTO: Joachim Rehle

In der Parkstadt Bad Muskau ist der Weihnachtsbaum für den Markt ein Gemeinschaftswerk: Aber alles geht über den Tisch von Sekretärin Martina Fenske und Bürgermeister Andreas Bänder (CDU). Erstgenannte nimmt die Anmeldungen von Weihnachtsbaumspendern entgegen, Zweitgenannter begutachtet die Tannenbäume und gibt letztlich das Okay. „Weihnachtsbäume haben wir nun für die nächsten fünf Jahre in petto“, so Martina Fenske. In diesem Jahr stammt der Baum von der Familie von Sven Baumgärtner aus dem Ortsteil Berg. Weil die Blautanne zu nah am Haus wuchs, musste sie weg. Der rund sieben Meter hohe mit einer Lichterkette geschmückte Baum ziert nun den Marktplatz. „Ich habe schon oft gehört, dass er zwar nicht so groß ist, aber sehr schön aussieht. Das freut einen natürlich“, so Sven Baumgärtner. (rw)

Nach ihrem Traum-Baum mit Gardemaßen musste die Stadt Senftenberg in diesem Jahr lange suchen. Mehrere Aufrufe hatte das Rathaus gestartet, bis die Wahl dann auf die 14 Meter hohe Rottanne aus dem Garten von Dirk Gollasch aus Brieske fiel. Immerhin rund 50 Jahre stand der herrlich dicht gewachsene Baum dort auf dem Grundstück hinter dem Haus. Seit Ende November schmückt die Tanne nun jedoch den Senftenberger Marktplatz und war leuchtende Kulisse für den Senftenberger Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende und das Lichtershopping am dritten Advent. Außer mit Beleuchtung wird der Senftenberger Weihnachtsbaum traditionell mit großen Kugeln und goldenen Sternen, Monden und Geschenkpäckchen behangen.

 Der geschmückte Weihnachtsbaum auf dem Senftenberger Marktplatz.
Der geschmückte Weihnachtsbaum auf dem Senftenberger Marktplatz. FOTO: LR / Daniel Roßbach

Den Transport der 14 Meter großen und knapp sechs Meter breiten Rottanne aus dem Ortsteil Brieske nach Senftenberg bewerkstelligte der Bauhof der Stadt. Dort war man überrascht, dass der Nadelbaum ein echtes „Leichtgewicht“ war. „Wir hatten mit drei Tonnen Gewicht gerechnet, am Ende waren es nur knapp zwei Tonnen“, sagt Frank Göpel vom Senftenberger Bauhof. (dr)