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| 11:18 Uhr

Weihnachten mit der RUNDSCHAU
Geschenke und Tiere – das sind zwei Kapitel

  Foto: Ermolaev Alexander/Shutterstock.com
Foto: Ermolaev Alexander/Shutterstock.com FOTO: LR / Ermolaev Alexander/Shutterstock.com
Wann man in einem Finsterwalder Zoogeschäft „große Bauchschmerzen“ bekommt. Und wie man Miez, Mops und Mäuschen eine Weihnachtsfreude macht. Von Dieter Babbe

„Wenn Familien kurz vor Weihnachten mit ihren kleinen Kindern in meinen Laden kommen und ein Tier kaufen wollen, bekomme ich jedes Mal große Bauchschmerzen“, gesteht Brigitte Arold – wenngleich sie dafür ist, dass Kinder lernen, Verantwortung für Tiere zu übernehmen: „Doch ein Dreijähriger ist mit der Pflege eines Meerschweinchens einfach überfordert.“

 Brigitte Arold, Zoofacharbeiterin mit eigenem Geschäft in Finsterwalde, achtet beim Verkauf ihrer Tiere stets darauf, dass sie in gute Hände kommen. Und sie appelliert auch an die Verantwortung der künftigen Besitzer.
Brigitte Arold, Zoofacharbeiterin mit eigenem Geschäft in Finsterwalde, achtet beim Verkauf ihrer Tiere stets darauf, dass sie in gute Hände kommen. Und sie appelliert auch an die Verantwortung der künftigen Besitzer. FOTO: Dieter Babbe

Die Finsterwalderin ist gelernte Zoo-Facharbeiterin. Sie betreibt seit dem Jahre 2000 ein Fachgeschäft für Tiere am Wasserturm.

 In den vielen Jahren hat sie die Erfahrung gemacht: „Die Zahl der Kleintiere in den Wohnungen hat – mit Ausnahme sicher von Hund und Katze – abgenommen. Reptilien werden kaum noch nachgefragt – die Kundenbestellung einer Boa-Riesenschlange war mal eine Ausnahme.“ Die Lieblingstiere seien weiter Meerschweinchen, Kaninchen und Vögel. Erwachsene würden sich dagegen eher für Tiere, die im hektischen Berufsalltag beruhigen, entscheiden - die Zoohändlerin verweist dabei auf ein kleines Terrarium – „wie diese Achat-Schnecken, die sich manche auf den Schreibtisch stellen“.

Brigitte Arold hat auch zu Hause ihr Leben lang Tiere gehalten, „anders könnte ich nicht so lange mit Freude meinen Beruf ausüben“. Jetzt erfreut sie sich an ihrem großen Aquarium im Wohnzimmer – „das entspannt mehr, als wenn ich jeden Abend in den Fernseher gucke“. Beim Verkauf ihrer Tiere achtet sie auch darauf, dass sie in gute Hände kommen. „Der kleine Angora-Widder braucht viel Pflege, er muss mindestens einmal in der Woche gekämmt werden“, sagt sie gleich – manche entscheiden sich dann doch lieber für ein Meerschweinchen oder einen Hamster.

Und Brigitte Arold appelliert auch an anderer Stelle an die Verantwortung der Menschen: „Tiere sind vom Umtausch bzw. der Rückgabe ausgeschlossen.“

Nur in einem Fall macht sie mal eine Ausnahme: Wenn sich das neue Kaninchen nicht mit dem alten verträgt und die Tiere sich beißen. Gern nimmt sie kleine Haustiere auch auf Zeit auf, wenn Herrchen oder Frauchen in den Urlaub fahren.

Für viel Spaß hat zum Beispiel schon Egon gesorgt – der Graupapagei hat sich unter den vielen Wellensittichen und Kanarienvögeln sehr wohl gefühlt – und er hat mit seiner lauten Stimme auch die Kundschaft im Laden gut unterhalten.