"Es geht nicht darum, auf eine ,einvernehmliche Regelung' zu hoffen, sondern, um eine klare Position zum Betriebsübergang einzunehmen."

Die Falck-Rettungsdienst GmbH, das Mutterunternehmen der Herzig GmbH, sieht durch Tarifverhandlungen bei der DRK Rettungsdienst Spremberg gGmbH die Bedingungen für einen Betriebsübergang nicht mehr gegeben. Diesen hatte die Kreisverwaltung bei der Debatte zur Ausschreibung des Rettungsdienstes aber stets in Aussicht gestellt. Durch den Betriebsübergang würden die Mitarbeiter beim Wechsel des Trägers zum 1. Januar zu ihren derzeitigen Gehältern weiterbeschäftigt. Falck hat den Mitarbeitern nun hingegen neue Verträge angeboten, die auf dem Niveau des Sommers - also vor dem Tarifabschluss - liegen sollen.

Auch Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Spremberg haben sich am Mittwoch mit einem offenen Brief an den Landrat und den Kreistag gewandt. "Leider haben sich unsere Befürchtungen bestätigt, der neue Arbeitgeber bricht die Zusage des Betriebsüberganges noch vor Übernahme am 1. Januar", heißt es darin. Und weiter: "Wollen Sie wirklich, dass wir an den Rand des Existenzminimums gedrängt werden?"