Verbandsliga wird in der finalen Saisonphase der 120-Wurf-Liga wohl nur noch unter den Vertretungen der TSG Bernsdorf, der SV Pirna-Süd und der SG Lückersdorf ausgetragen, die jede Schwäche ihrer Kontrahenten nutzen, um in die führende Position zu gelangen. Derzeit haben sich die Bernsdorfer wieder den Spitzenplatz erobert.

"Die Niederlage beim Tabellenfünften Hellerau-Klotzsche mit 3:5 und schwachen 2908 zu 2938 Kegeln hat uns dabei wach gerüttelt", sagte Teamchef Stephan Ronge. "Diese war völlig unnötig und wurde durch eigene Unzulänglichkeiten erreicht." Die Bernsdorfer Zähler gewannen Thomas Belau (Bestwert 516), Sebastian Freund (504) und Stephan Ronge (473). Selbst die Routiniers Dieter Rudolf und Gunter Miertschke ließen sich zum Schluss von der Leistungskalamität an diesem Tage anstecken und mussten schmerzhafte Niederlagen hinnehmen.

In der Partie gegen den SV Helios Dresden auf heimischer Bahn stand dann ein couragiert und aggressiv agierender Bernsdorfer Sechser auf der Bahn, der von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand nahm und mit 7:1 und 3180 zu 2882 Kegeln dem Kontrahenten keine Chance ließ. So legten Sebastian Freund (515), Dieter Rudolf (524) und Thomas Belau (529) die Grundlagen und Rex Wenzel (550) und Teamchef Stephan Ronge (566) glänzten mit den Tagesbestwerten.

Die Schwäche ihrer Kontrahenten, die am letzten Spieltag Federn lassen mussten, kam der TSG beim aufstrebenden Neuling KSV Ottendorf-Okrilla II zugute. "Reichlich gewarnt sind wir in diese Partie äußerst konzentriert hineingegangen und haben von Spielbeginn dem Gastgeber keine Chance gelassen", lobte Stephan Ronge sein Team. "Diese spielerische und kämpferische Einstellung sollten wir bis zum Saisonschluss beibehalten", so wünschte sich das der Bernsdorfer.

Es war eine geschlossene Leistung der TSG, wobei Dieter Rudolf (563), Rex Wenzel (549), Stephan Ronge 546, Sebastian Freund (517) und Thomas Belau (510) für die Satzpunkte verantwortlich zeichneten. Selbst Erik Przybylski (534) hielt gegen Kreismeister Frank Kleesaat (560) lange dagegen, ehe er seinen Zähler abgab. Lohn der Bemühungen war die Ligaspitze, die mit der zuletzt gezeigten Leistung auch im nächsten Spiel beim Dresdner SV (Platz vier) zu verteidigen sein sollte.