U 23 weiblichSechs Mädels gingen an den Start. Ähnlich wie im Vorjahr stand die Titelträgerin schon nach dem Vorkampf fest. Kristin Schumacher (Doberlug, gesamt 872) nutzte den Heimvorteil konsequent und markierte mit 454 Kegeln den Vorkampfbestwert. Deutlich abgeschlagen lagen Janin Hummel (Falkenberg, 405), Aileen von Reppert (Biehla, 404) und Jennifer Lorenz (Falkenberg, 400) noch auf Medaillenkurs. Im Finale setzte Nicole Sando (Elsterwerda, gesamt 818) mit 457 Kegeln (davon 177 Abräumer) den ersten Bestwert. Doch gehandicapt durch ein schwaches Vorkampfergebnis reichte das nur zum vierten Platz, da sich fast alle Starterinnen deutlich steigerten. Auf den Medaillenplätzen gab es noch einige Verschiebungen, so kletterte Jennifer Lorenz (436, gesamt 836) auf Platz zwei. Bronze ging an Aileen von Reppert (427, gesamt 831). Fünfte wurde Janin Hummel (Falkenberg, 803) und Sechste Jessica Truckenbrodt (Bahnsdorf, 766).DamenSchon im Vorkampf musste Titelverteidigerin Diana Gütte (Doberlug) ihre Titelambitionen begraben, 410 Kegel reichten nicht fürs Finale. Den ersten Bestwert markierte Ines Kuring (Bahnsdorf, 423). Dieser wurde jedoch von Durchgang zu Durchgang überboten. Zunächst schienen die Ergebnisse von Gabriele Schulze (440) und Berlind Müller (433, beide Beyern) die Spitzenergebnisse des Vorkampfes zu sein, doch Babette Buhl (Bad Liebenwerda, 449) legte noch ein paar Kegel drauf. Am zweiten Wettkampftag hielten die Damen das Niveau. Den ersten Paukenschlag setzte wieder Ines Kuring. Mit dem Finalbestwert von 446 Kegeln (gesamt 869) schockte sie die Konkurrenz und lag lange in Führung. Am nächsten kam ihr noch Silvia Harnisch (Elsterwerda, 437, gesamt 862). Im Schlussdurchgang der Vorkampfbesten rutschte Gabriele Schulze (836) auf Platz fünf ab. Ganz anders lief es bei Babette Buhl. 164 Volle auf der ersten Bahn gaben Sicherheit. Zwar schlichen sich im Abräumen ein paar Flüchtigkeitsfehler ein, doch im 96. Wurf zog sie mit Ines Kuring gleich. Als Meisterstück folgte noch eine "Blanke". Mit insgesamt 884 Kegeln sichert sich die Kurstädterin überraschend, aber jederzeit verdient, den Meistertitel. Damen ALediglich vier Sportlerinnen gingen auf die Bahnen. Titelverteidigerin Gisela Klemm (Bad Liebenwerda, 438) legte im Vorkampf den Grundstein. Hier konnte nur die Deutsche Meisterin und mehrfache Teilnehmerin an den Deutschen Meisterschaften, ihre Clubkameradin Ilona Wendt (404), mithalten. Im Finale dann ein toller Kampf. Ilona Wendt (441) attackierte im Spiel in die Vollen, doch Gisela Klemm (434) konterte im Abräumen (300 zu 249) mit 872 Kegeln und sicherte überlegen den Titel vor Ilona Wendt (845). Dritte wurde Bärbel Thiemig (Beyern, 773) vor Marina Oertelt (Plessa, 748).Damen BKlarer Favorit war die Deutsche Vizemeisterin 2009 und Lokalmatadorin Irene Geske. Dieser Rolle wurde sie voll gerecht und sicherte sich verdient mit 840 Kegeln den Meistertitel. Im Vorkampf übertraf die Doberlugerin (432) die lange führende Angelika Werner (Beyern, 426) und lag knapp in Führung. In Reichweite nach dem Vorkampf waren noch Renate Lorenz (Falkenberg, 418) sowie Titelverteidigerin Marlies Schmidt (Zeischa, 404) und Rita Rosch (Turbine Finsterwalde, 403). Vorm Schlussdurchgang im Finale lag Marlies Schmidt (806) in Führung. Doch die beiden Vorkampfbesten zogen noch vorbei. Angelika Werner (827) wurde Zweite.HerrenDie gute Bespielbarkeit der Bahn ließ hohe Ergebnisse erwarten. So waren die 877 Holz von Mirko Bruchholz (Lindena) schon ein erster Wegweiser. Dass bedeutend mehr herauszuholen war, zeigte im zweiten Durchgang einer der Mitfavoriten. Ralf Mahling (Schlieben, 923) schraubte den Wert in die Höhe. Daran biss sich auch der nächste Durchgang die Zähne aus. Aber schon die vierte Runde hielt wieder ein Highlight bereit, als Uwe Scheibe (Elsterwerda, 920) den Bestwert nur knapp verfehlte. An der Reihenfolge änderte sich auch in den folgenden Durchläufen nicht viel, nur René Stock (Lebusa, 895) konnte einen Glanzpunkt setzen. Die Spannung stieg im letzten Durchgang erneut, denn mit Rüdiger Werner brachte der Bundesligist aus Elsterwerda nun den Titelverteidiger an den Start. Mit dem Bestwert von 925 Holz setzte er sich an die Spitze und nährte die Hoffnung. Den Bestwert im ersten Durchgang am Finaltag erzielte Matthias Richter (886). Die Abstände zum Spitzenquartett waren auch für den zweiten Durchgang zu groß, um noch in den Titelkampf eingreifen zu können. Den Bestwert erzielte Klaus Ziesche (891), was zu Platz fünf reichte. Im Finaldurchgang lieferten sich die drei Erstplatzierten ein Kopf-an-Kopf-Rennen und nahmen René Stock (876) früh die Chance auf eine Überraschung. Ralf Mahling (876, gesamt 1799) schien zwischenzeitlich das Glück verlassen zu haben, sodass sich die Elsterwerdaer nicht viel, aber doch entscheidend absetzen konnten. Für Spannung war gesorgt, denn nur ein Holz trennte die beiden vor der entscheidenden Bahn. Beim Abräumen fiel die Entscheidung, als Uwe Scheibe (901, gesamt 1821) mehr Fortune besaß und Rüdiger Werner (886, gesamt 1811) den Weg zur Titelverteidigung verbaute.U23 männlichAm ersten Tag überzeugte vor allem Benjamin Marunke (Elsterwerda) mit sagenhaften 941 Kegeln. Hinter ihm platzierten sich Matthias Müller (Falkenberg, 889) und Sven Pietzner (Lebusa, 887). Titelverteidiger Martin Exner (879) landete auf Rang fünf vor dem Landesmeister Benjamin Kube (Elsterwerda, 852). Am Finaltag wendete sich das Blatt. Marunke (801) konnte sein Ergebnis nicht bestätigen. Besser machte es Benjamin Kube (909), der sich noch auf Platz zwei kämpfte. Martin Exner musste seine Träume vom dritten Gewinn in Folge frühzeitig begraben. Er haderte zu stark mit sich. Mit 853 Kegeln rettete er sich nach starker Schlussbahn auf Platz fünf hinter Vereinskollege Stephan Sando (878, 857). Gold ging an Matthias Müller (886), der eine gute Vorstellung bot. Das Feld komplettierten Sven Pietzner als Sechster (834) vor Marcel Starke (Falkenberg) und Kevin Müller (Zeischa). red/Düben/Altmann/Exner