Wie die Zeitung "ABC" gestern berichtete, war nach übereinstimmenden Aussagen der Lotsen die Startfreigabe der letzte Funkkontakt zwischen dem Kontrollturm und dem Cockpit.
Das Flugzeug der spanischen Gesellschaft Spanair war am 20. August in Madrid unmittelbar nach dem Start abgestürzt. 154 Menschen kamen ums Leben, 18 wurden verletzt. Die Unglücksmaschine hatte vier Wochen zuvor bereits wegen technischer Probleme einen Start abbrechen müssen. Damals habe der Pilot auf dem Flughafen von Mallorca "laute Geräusche" am vorderen Fahrwerk vernommen, berichtete die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf das Unternehmen. Techniker hätten bei einer Überprüfung jedoch nichts Besonderes feststellen können. Das Flugzeug konnte daher gut eine halbe Stunde später nach Kopenhagen starten, wie es hieß.
Bei dem Unglück vor einer Woche prallte die Spanair-Maschine zuerst mit dem Heck neben der Startbahn auf die Erde. Wie die Expertenkommission zur Aufklärung der Unglücksursache mitteilte, raste das Flugzeug danach noch 1200 Meter weiter, prallte insgesamt dreimal auf den Boden, schoss über eine Böschung hinaus und ging in einem Flusstal in Flammen auf.
Die Experten machten keine Angaben über die möglichen Ursachen. Sie nahmen auch nicht zu Berichten Stellung, wonach die Maschine beim Start zu wenig Schub hatte und ein Triebwerk auf Umkehrschub gestellt gewesen sein soll. Sie wollen ihren ersten Zwischenbericht in einem Monat vorlegen. (dpa/ig)