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Senftenberg
Späte Winter-Rückkehr bringt bis zehn Zentimeter Schnee

Senftenberg. Pflanzen vor Kälte geschützt. Vögel brauchen Futter.

Am Wochenende hat die Lausitz einen späte Winterrückkehr erlebt. Die größten Schneehöhen des gesamten Winters wurden sind mit zehn Zentimetern in Klettwitz, acht in Lindenau und sechs in Großräschen registriert worden. Das vermelden die heimischen Wetterbeobachter. Der scharfe Nordostwind führte zu Verwehungen, und das Kälteempfinden der Menschen lag deutlich über den gemessenen Temperaturen. Die nassen Fahrbahnen und Gehwege wurden durch den einsetzenden Dauerfrost bei Tiefsttemperaturen bis zehn Grad Celsius unter Null zu spiegelglatten und gefährlichen Pisten. „Mit diesen Wetterkapriolen verspätet sich die bevorstehende Frühjahresbestellung erheblich“, sagt Günter Kockro, Landwirt aus Großräschen. Doch dieses Mal schützt der Schnee die Natur, und die seit Wochen anhaltenden tiefen Temperaturen verhinderten bisher den Vegetationsbeginn. Die Frühjahrsblüher  wie Forsythien, Krokusse und Märzenbecher konnten ihre Blütenpracht noch nicht entfalten. Auch auf den Wiesen ist noch kein Grün zu entdecken. Der heimischen Vogelwelt bereitet die Futtersuche Schwierigkeiten, die Tiere sind erneut auf die Hilfe des Menschen angewiesen.  Voller Hoffnung sehen die Lausitzer nach dem ungewöhnlichen März-Kälteschock dem bevorstehenden Frühlingserwachen entgegen.

(rkp)