Leiter der Polizeiinspektion Oberspreewald-Lausitz mit Sitz in Senftenberg ist jetzt der gebürtige Döberner Rüdiger Schiesko.

Manchmal muss man der nächsten Etappe des beruflichen Glücks auf die Sprünge helfen und dabei auch pragmatisch denken. Polizeioberrat Rüdiger Schiesko hat es getan. Vor der Polizeireform war der Rand-Cottbuser mehr als vier Jahre im Lagezentrum des Präsidiums Frankfurt/Oder tätig. Täglich 80 Kilometer vom Wohnort bis zur Dienststelle waren nach langen Arbeitstagen eine enorme Belastung. Zuvor war er knapp fünf Jahre Leiter der Führungsstelle im damaligen Schutzbereich Elbe-Elster. Im Zuge der Reform wurden fast alle Personalkarten neu gemischt. Rüdiger Schiesko hatte sich unter anderem auf die Leiterstelle in Senftenberg beworben. Genau dorthin setzte der Innenminister den 53-Jährigen, der langjährige Führungserfahrungen auf verschiedenen Positionen im Präsidialbereich besitzt.

Knapp drei Wochen hat der Vater zweier erwachsener Söhne jetzt seinen neuen Arbeitsplatz kennengelernt. Sein vorläufiges Fazit fällt eindeutig aus: „Ich würde nicht wieder zurückgehen. Das ist die schönste Dienststelle im Land mit hervorragenden Mitarbeitern.“

Das Aufgabengebiet des neuen Polizeichefs ist kleiner geworden. Der Verkehrsdienst mit dem Standort Calau untersteht jetzt der Direktion. Ebenso die Autobahn- und auch die Wasserschutzpolizei.

Rüdiger Schiesko will den gewonnenen Freiraum nutzen. „Dadurch habe ich mehr Zeit für operative Aufgaben“, sagt er. Um sein Verantwortungsgebiet zwischen Ragow und Ortrand besser kennenzulernen, will er zum Beispiel mit dem Funkstreifenwagen unterwegs sein und mit den Einwohnern des Landkreises über deren Sorge und Nöte ins Gespräch kommen. Eine Reform-Befürchtung will er ihnen schon jetzt nehmen: „Es sind nicht weniger Funkwagen auf der Straße.“

Für den Polizeioberrat ist der OSL-Kreis kein weißer Fleck. Von 1991 bis 1993 war er im damaligen Schutzbereich bereits Sachbereichsleiter Kriminalitätsbekämpfung in der Führungsstelle. Darüber hinaus hat er in den Folgejahren vom Präsidium aus den einen oder anderen Einsatz in diesem Landkreis geleitet. Deswegen kannte er einige seiner neuen Mitarbeiter bereits und auch die polizeirelevanten Probleme. Aufgefallen seien ihm rechtsgerichtete Straftaten sowie Ordnung und Sicherheit allgemein. Insgesamt gesehen habe er jedoch ein von seinem Vorgänger gut bestelltes Feld übernommen.

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Zum ThemaDer ehemalige OSL-Schutzbereichsleiter Jürgen Piesker ist jetzt Leiter der Kriminalpolizei in der Polizeidirektion Süd mit Sitz Cottbus. Stellvertreter des Leiters der OSL-Polizeiinspektion sowie Leiter des Führungs- und Revierdienstes ist Rüdiger Neubauer. Das Kriminalkommissariat leitet wie schon zuvor Jürgen Sander. Der Revierpolizei in Calau steht Harald Lobeda vor und jener in Lauchhammer Karl-Heinz Barke.